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Google will deutsche Großstädte in Street View-Service aufnehmen

25.05.2008 | 13:49 Uhr |

Der US-amerikanische Internetkonzern Google will die Straßenzüge von Großstädten in Deutschland flächendeckend fotografieren. Die dabei entstandenen Aufnahmen sollen dann unter dem Namen „Street View“ als zusätzlicher Service zum Kartendienst Google Maps im Internet veröffentlicht werden.

Das bestätigte Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter bei Google, gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Wir sind deswegen in Europa unterwegs und wollen auch nach Deutschland kommen“, so Fleischer. „Street View“ wird es Google Maps-Nutzern ermöglichen, deutsche Großstädte aus der Sicht eines Autofahrers anhand von drehbaren 360-Grad-Aufnahmen zu erkunden. In den USA ist der Service bereits für 23 Städte, darunter Dallas, Boston, Minneapolis, Detroit und Providence, verfügbar.

Möglicher Kritik von Datenschützern, denen „Street View“ ein Dorn im Auge ist, trat der Google-Manager entgegen. Das Unternehmen werde zur Wahrung der Privatsphäre Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich machen, bestätigte Fleischer.

Zum Start von „Street View“ im vergangenen Jahr wurden diese Sicherheitsmaßnahmen noch nicht angewendet, so dass innerhalb kurzer Zeit die Kritik von Datenschützern laut wurde. Unter anderem beschwerte sich ein Mann, der beim Verlassen eines Strip-Lokals fotografiert wurde oder eine junge Frau, die beim Sonnenbaden abgelichtet wurde.

Um Gesichter aus den unzähligen Fotos herauszuretuschieren, arbeitet Google nun an einer Gesichtserkennungssoftware, die diese automatisch unkenntlich macht. Als Testobjekte dienen dabei vorerst die Straßenzüge von Manhattan.

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