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Google im Visier der Wettbewerbshüter

25.06.2011 | 15:04 Uhr |

Das Internet-Unternehmen Google sieht sich in den USA mit einer Untersuchung der Kartellaufsicht konfrontiert.

Die Wettbewerbsbehörde in den USA setzt sich derzeit mit den Aktivitäten des Suchmaschinen-Betreibers Google auseinander. Dabei soll die Frage geklärt werden, ob das Unternehmen seine Vormachtstellung zur Unterdrückung kleinerer Rivalen ausnutzt. Google bestätigte, eine Benachrichtigung von der Handelsbehörde FTC erhalten zu haben. Man sei sich zwar noch nicht sicher, welche Vorgehensweise die Kartellaufsicht konkret kritisiert, wolle jedoch mit der FTC zusammenarbeiten.

Die Internet-Suche gehört zum Kerngeschäft von Google, ein Kartellverfahren in diesem Bereich mit möglichen Auflagen könnte entsprechend schwere Auswirkungen auf das Unternehmen haben. In Europa beansprucht Google knapp 90 Prozent aller Internet-Suchanfragen für sich, in den USA fällt dieser Anteil mit 60 Prozent etwas geringer aus. Nur Mirosofts Bing ist dort als eine ernst zu nehmende Konkurrenz verblieben.

Konkurrenz für Google - Suchmaschine Wikia Search

Auf die Vorwürfe, Google würde seine Vormachtstellung im Bereich der Internet-Suche ausnutzen, konterte das Unternehmen in seinem Blog. Der Ausbau der Suchroutinen habe zu einem wirtschaftlichen Aufschwung geführt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Zudem sei es jedem Internet-Nutzer freigestellt, eine andere Suchmaschine zu verwenden.

Der Zusammenschluss von Google-Konkurrenten wie Microsoft oder Expedia, Fairsearch.org , begrüßte die geplanten Untersuchungen der FTC und wirft dem Suchmaschinen-Riesen vor, Nutzer zu eigenen Produkten umzulenken, Suchergebnisse zu manipulieren oder Werbekunden unfair zu behandeln.

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