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Google greift nach digitalem Musikmarkt

01.11.2009 | 15:17 Uhr |

Google steigt in den heiß umkämpften digitalen Musikmarkt ein. Hierfür hat der Internetkonzern nun eine neue Suchfunktion für Musikstücke ("OneBox") gestartet, die es Nutzern erlauben soll, schneller und gezielter ihre Lieblingsmusik im Netz ausfindig zu machen.

User können demnach Künstlernamen, Song- oder Albumtitel und sogar einzelne Passagen von Liedtexten eingeben und bekommen relevante Musik der Kooperationspartner MySpace (iLike) und LaLa in den Suchergebnissen präsentiert, die sie dann gleich direkt probehören oder kaufen können. "Wie erhalten jeden Tag Millionen von Musik-Suchanfragen. In den USA beziehen sich zwei der zehn am häufigsten gestarteten Suchen auf Musik", stellen Google-Product-Manager Murali Viswanathan und Software Engineer Ganesh Ramanarayanan auf dem offiziellen Unternehmensblog fest. Bislang sei die Abwicklung solcher Anfragen zu umständlich und zeitaufwendig gewesen. Mit der neuen Suchfunktion werde dies wesentlich erleichtert und der User komme viel schneller zu der Musik, die er sucht.

Die neue Musiksuche soll Nutzer aber nicht nur weitaus rascher ans Ziel führen, sondern ein generell hilfreiches Toll sein, um neue Musik zu entdecken und solche Songs ausfindig zu machen, von denen man den Interpret oder Titel gar nicht kennt. Hierfür hat Google die Möglichkeit implementiert, nach einzelnen Song-Testpassagen oder -Phrasen zu suchen. Um den Usern auch bei der Suche nach neuer Musik unter die Arme zu greifen, ist Google eine Partnerschaft mit den Online-Musikdiensten Pandora, imeem und Rhapsody eingegangen. Diese finden sich in Form entsprechender Links unterhalb der "OneBox" und sollen den Nutzern unter anderem zu einem umfangreichen Angebot kostenpflichtiger MP3-Downloads, Musikvideos und Konzerthinweisen weiterleiten.

Bislang ist die neue Google-Musiksuche aber lediglich für US-amerikanische User verfügbar. Ob und wann das Feature auch in anderen Ländern zugänglich sein wird, ist derzeit noch unklar. "Die entsprechenden Kooperationsverträge beschränken sich zurzeit noch ausschließlich auf die USA. Für einen Start in anderen Ländern müssen zunächst noch separate Verträge ausgehandelt werden. Einen genauen internen Fahrplan, wann der Service auch hierzulande verfügbar sein wird, gibt es deshalb nicht", erläutert Google-Sprecher Stefan Keuchel auf Nachfrage von pressetext. (pte)

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