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CERN tüftelt am Web der Zukunft

07.04.2008 | 18:08 Uhr |

"Grid" - unter diesem Codenamen ist die Internet-Verbindung der Zukunft bekannt. Wissenschaftler in CERN wollen es geschafft haben, eine Verbindung aufzubauen, die Daten 10.000-mal schneller überträgt als eine gewöhnliche Datenautobahn.

CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) - zu deutsch: Europäische Labor für Teilchenphysik - arbeitet an einer künftigen Internet-Verbindung, die Daten 10.000-mal schneller als eine herkömmliche Verbindung überträgt - bekannt als "Grid" (Versorgungsnetz). Dies berichtet die Online-Ausgabe der Times . Laut deren Beispiel könnte ein Nutzer über diese Datenautobahn den gesamten Musikkatalog der Rolling Stones in zwei Sekunden von Großbritannien nach Japan schicken.

Zudem soll diese Internet-Verbindung aktuell in der Lage sein, Hologramme zu versenden, Tausende von Online-Gamern gleichzeitig über das Web zusammen zu schließen, sowie Internet-Telefonie in High-Definition-Qualität zum Preis eines Ortsgesprächs abzuwickeln. "Mit dieser Art von Computer-Power können künftige Generationen so zusammenarbeiten und untereinander kommunizieren, wie ältere Menschen es sich heute nicht vorstellen können", beschreibt David Britton, Professor für Physik an der Universität von Glasgow und Leiter des Projekts, die Errungenschaft. Die Macht von Grid soll diesen Sommer deutlich werden, nachdem die Forscher das Projekt vor sieben Jahren gestartet haben.

CERN, unter der Leitung von Sir Tim Berners-Lee, gilt als Wiege des Internets. Die Forschungsinstitution liegt in der Nähe der schweizer Stadt Genf. Wissenschaftler aus der ganzen Welt finden sich dort ein, um mithilfe von Teilchenbeschleunigern das Verhalten von Elementarteilchen zu analysieren.

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