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Facebook-Streit mit Holzhändler

25.07.2010 | 14:12 Uhr |

Die Klage gegen Facebook, mit der ein Holzhändler 84 Prozent des Unternehmens fordert, sorgt für immer mehr Verwirrung. Facebook weist die Klage zwar mit vielerlei Argumenten zurück. Dass der Vertrag, den der Holzhändler Paul D. Ceglia vorgelegt hat, echt ist, wurde aber nicht dementiert.

Nun sagte Zuckerbergs Anwältin Lisa Simpson gar, dass "derzeit nicht sicher ist, ob der Facebook-Gründer das Stück Papier unterschrieben hat". Simpson bestätigte, dass es einen Vertrag zwischen Ceglia und Zuckerberg gegeben hat. Unklar sind die genauen Vorgänge und ob Zuckerbergs Unterschrift echt ist. Zwischenzeitig hatte das Gericht zudem die Vermögenswerte des Social Networks auf Eis legen lassen. Dieser Erlass wurde mittlerweile aber wieder aufgehoben, wie das Wall Street Journal berichtet.

Facebook zweifelt weiter die Authentizität des Dokuments an. Es stehen laut dem Unternehmen noch viele offene Fragen im Zusammenhang mit dem Vertrag im Raum. Zuckerberg selbst hat die kühnen Forderungen des Holzhändlers bisher nicht kommentiert. Damit sorgt er für weitere Spekulationen rund um den Fall.

Selbst wenn die Behauptungen Ceglias gerechtfertigt sein sollten, könnte der Holzhändler mit seinen Forderungen Pech haben. Facebook setzt auf Verjährung und wundert sich darüber, dass Ceglia sechs Jahre damit gewartet hat, seine Ansprüche geltend zu machen. Ceglia steht aber einem weiterem Problem gegenüber. Sein Vertrag bezieht sich auf ein Projekt namens "The Face Book" und wurde schon neun Monate vor der Unternehmensgründung von Facebook erstellt.

(pte)

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