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Internet Explorer 7 erhält Firefox-Icon

15.12.2005 | 13:19 Uhr |

Der Internet Explorer 7 wird eine Unterstützung für RSS-Feeds enthalten. Das war schon bekannt. Die für die Funktion zuständigen Entwickler hatten nach einem Icon für RSS gesucht, der im Internet Explorer 7 zum Einsatz kommen sollte. Die Entscheidung ist jetzt gefallen: Der Internet Explorer 7 wird das RSS-Icon des Firefox übernehmen.

In seinem Blog hatte das Microsoft-RSS-Team bereits vor einigen Wochen mehrere Icons vorgeschlagen, die für RSS im Internet Explorer 7 in Frage gekommen wären. Insgesamt wurden fünf Icons auf dieser Seite vorgestellt und die Anwender um ihre Meinung gefragt.

Nach einigem hin und her hat sich das Microsoft-Team schließlich entschieden und will das von Firefox verwendete Icon einsetzen. Das geschieht, wie das Microsoft-Team in seinem Blog erläutert, mit Einwilligung von Mozilla.

In einem Gespräch zwischen den Entwicklern der beiden Browser wurde eine Übereinkunft darüber getroffen, dass es im Interesse beider Seiten und vor allem in dem der Anwender sei, wenn der Internet Explorer 7 das RSS-Icon des Firefox erhalten würde.

Ähnlich wie Firefox wird auch der Internet Explorer 7 in der Adresszeile das Icon einblenden, wenn der Anwender eine Website ansteuert, die einen oder mehrere RSS-Feeds anbietet. Über einen Klick auf das Icon können dann die RSS-Feeds bequem abonniert werden. Auch in diesem Punkt folgt der Microsoft-Browser der Funktionalität des Firefox. In der für Anfang kommenden Jahres geplanten ersten öffentlichen Vorab-Version des Internet Explorer 7 wird das Icon enthalten sein.

Auch wenn man es nicht glauben mag: Im Hintergrund tobt keinerlei "Krieg" zwischen den Browser-Entwicklern. Im November hatten sich schon die Entwickler des Internet Explorers, Firefox und Opera getroffen. Bei diesem Treffen wurde darüber diskutiert, wie alle drei großen Browser ihre Funktionen so anpassen können, dass sie bei allen Browsern gleich sind.

Bei diesem Treffen wurde beispielsweise entschieden, dass alle Browser künftig durch ein Verfärben der Adresszeile dem Anwender signalisieren sollen, dass er sich auf einer sicheren Seite befindet. Auch das ist bereits eine Funktion, die der Firefox bietet. Der Internet Explorer 7 wird hier gleichziehen. Bei dem Treffen einigte man sich auf eine Farbe und auch darauf, dass die Adresszeile sich nicht nur bei sicheren Seiten verfärben soll, sondern auch dann, wenn der Anwender eine potentielle Phishing-Seite besucht. Der Internet Explorer 7 wird über einen integrierten Phishing-Schutz verfügen.

Eine weitere Änderung, die alle Browser bieten werden: Popup-Fenster werden künftig inklusive Adresszeile erscheinen. So soll sichergestellt werden, dass Anwender sofort erkennen, dass es sich um ein Popup-Fenster des Browsers handelt und nicht um ein Hinweis-Fenster des Betriebssystems. Viele, zumeist obskure Anbieter, nutzen gefakte Hinweis-Fenster des Betriebssystems, um die Anwender auf ihre Seite zu lotsen und Ihnen dann Malware unterzujubeln.

Aus Sicht der Anwender ist die Zusammenarbeit der Browser-Entwickler zu begrüßen. Die Umgewöhnung auf einen neuen Browser oder das Wechseln zwischen verschiedenen Browsern wird erleichtert.

Tipp in eigener Sache:

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Internet Explorer 7: Demnächst dürfen alle testen (PC-WELT Online, 07.12.2005)

Hacker: Firefox-Sicherheitsprobleme ernster nehmen (PC-WELT Online, 14.12.2005)

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