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Eltern versteigern sieben Monate altes Baby bei eBay

25.05.2008 | 15:48 Uhr |

Seit der Gründung des Internet-Auktionshauses schaffte es eBay in der Vergangenheit des Öfteren in die Schlagzeilen – meist mit ungewöhnlichen Auktionen. Doch die Versteigerung, die ein Paar aus dem bayerischen Landkreis Unterallgäu in der vergangenen Woche startete, überstieg die Grenze des guten Geschmacks bei weitem.

Die Eltern hatten ihr sieben Monate altes Baby im Online-Auktionshaus zum Startpreis von einem Euro zum Verkauf angeboten. Kurz nach Auktionsbeginn entdeckten Internetnutzer das fragwürdige „Angebot“ mit folgendem Beschreibungstext der Mutter: „Biete mein fast neues Baby zum Verkauf an, da es mir zu laut geworden ist. Es ist ein männliches Baby, gute 70 cm groß. Man kann es im Tragetuch oder im Kinderwagen benutzen.“ Die besorgten eBay-Nutzer alarmierten daraufhin sofort die Polizei.

Wie die Polizei Krumbach mitteilte, ermittelten die Beamten aufgrund der vorliegenden Hinweise über eBay umgehend die Adresse der Eltern und fanden das Baby dort wohlbehalten vor. Die Mutter des Kindes beteuerte gegenüber der „Bild“-Zeitung, dass es sich bei der Auktion lediglich um einen Spaß gehandelt habe. Sie habe sehen wollen, ob sich tatsächlich jemand auf eine solche Anzeige melden würde. Wäre dies der Fall gewesen, hätte sie diesen sofort anzeigen wollen. Über die rechtlichen Konsequenzen ihrer Tat seien sich beide Elternteile nicht im Klaren gewesen.

Das Baby wurde nach Angaben der zuständigen Polizeibehörden dem Jugendamt übergeben und die 23-jährige Mutter muss sich nun einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Die Polizei ermittelt wegen des Anfangsverdachtes auf Kinderhandel.

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