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Datenschützer besorgt über Googles neue Social-Search

12.01.2012 | 20:39 Uhr |

Die neue, personalisierte Google-Suche „Search plus Your World“ ruft Datenschützer auf den Plan.

Vor wenigen Tagen kündigte Google mit „Search plus Your World“ neue Features für seine Suchmaschine an. Neben Webseiten zieht das Online-Tool nun auch das soziale Netzwerk Google+ oder die Foto-Plattform Picasa für seine Ergebnislisten zu rate und zeigt dort unter anderem Beiträge von Freunden an. Für dieses Vorhaben erntet der US-Konzern nicht nur Beifallsstürme und zieht erneut die Kritik der Datenschützer auf sich.

So meldete das Electronic Privacy Information Center (EPIC) heute Bedenken an der neuen Social-Search an und fordert eine Untersuchung durch die US-Handelsaufsicht FTC. EPIC kritisiert die neuen Such-Features und betont, dass das Unternehmen damit seine Marktdominanz ausnutzen wolle, um Mitbewerber auszustechen. Der Kampf gegen Facebook werde auf dem Rücken der Nutzer ausgetragen, deren Persönlichkeitsrechte bei der Suche in Google+ und Picasa verletzt würden, so EPIC-Sprecher Marc Rotenberg gegenüber der Los Angeles Times.

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Im Zuge des FTC-Antrags will EPIC außerdem eine nähere Untersuchung des Video-Dienstes YouTube durchsetzen. Auch hier könnte Google laut den Datenschützern seine Marktdominanz ausspielen, um sich gegen Mitbewerber durchzusetzen. Dass eine Beschwerde bei der FTC durchaus erfolgversprechend sein kann, zeigte zuletzt eine Untersuchung des Google-Service Buzz, für den der US-Konzern strenge Datenschutz-Auflagen erfüllen musste, was schließlich zur Einstellung des Dienstes führte.

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