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Dänische Internet-Sperren außer Kontrolle

05.03.2012 | 19:56 Uhr |

Durch einen Eingabefehler wurden in der vergangenen Woche in Dänemark über 8.000 harmlose Webseiten durch eine Netzsperre blockiert.

Die von vielen Surfern als nutzlos kritisierten Internet-Sperren  sind in Dänemark schon seit einigen Jahren im Einsatz und sollen dort speziell kinderpornographische Inhalte blockieren. Hierfür wurde von der Polizei eine Liste verbotener Angebote erstellt, die von den dänischen Internet-Providern blockiert werden müssen.

Diese Liste wird kontinuierlich aktualisiert und von Zeit zu Zeit an die Provider übertragen, die daraufhin die DNS-Einträge  der Webseiten ändern und die Nutzer so auf eine Hinweis-Seite umleiten. In der vergangenen Woche kam es durch eine falsche Eingabe der Polizei zu einem verhängnisvollen Fehler in diesem Schutzmechanismus.

Gesperrte Webinhalte aufrufen: Youtube und Co. ohne GEMA-Sperre

Der Beamte der zuständigen Cybercrime-Abteilung schickte eine Liste mit 8.000 harmlosen Websites an den dänischen Provider Siminn. Unter den fortan nicht mehr zugänglichen Angeboten befanden sich auch Google oder Facebook. Als Folge wurden viele Nutzer über mehrere Stunden mit Warnmeldungen konfrontiert. Die dänische Polizei verspricht, derartige Übermittlungsfehler künftig durch neue Kontrollmechanismen zu verhindern.

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