Internet

Cyber-Mobbing auf dem Vormarsch

Mittwoch, 31.08.2011 | 19:41 von Michael Söldner
Fotostrecke Cyber-Mobbing ist in Deutschland auf dem Vormarsch
Einer Studie zufolge, soll jeder dritte Jugendliche unter Mobbing über das Internet leiden. Diese Cyber-Attacken bleiben für die Opfer nicht ohne gesundheitliche Folgen.
Die Techniker Krankenkasse (TK) warnt in einer Untersuchung vor den Auswirkungen von Cyber-Mobbing . Jeder dritte Heranwachsende sei mittlerweile von den Angriffen über das Internet betroffen. An der Umfrage haben bundesweit rund 1.000 Schüler im Alter zwischen 14 und 20 Jahren teilgenommen, jeder Zehnte wurde selbst bereits zum Opfer derartiger Schikanen.

Auf der anderen Seite kann sich jeder Fünfte vorstellen, selbst einmal zum Täter zu werden und andere im Internet zu malträtieren. Oft wird Mobbing über das Internet aufgrund der fehlenden körperlichen Gewalt als Kavaliersdelikt abgestempelt. Die gesundheitlichen Folgen für die Opfer sind jedoch nicht zu vernachlässigen und reichen von Schlafstörungen über Kopf- und Bauchschmerzen bis zu psychischen Belastungen.

Ratgeber gegen Mobbing

Die Fälle von Cyber-Mobbing sind vielfältig. Mit 18 Prozent entfällt der größte Anteil auf Drohungen und Beleidigungen, gefolgt von übler Nachrede mit 13 Prozent. Bei acht Prozent kommt es zu Identitätsmissbrauch, drei Prozent der Befragten klagt über die Weitergabe privater E-Mails oder Bilder.

Dabei wird das Internet von fast jedem Studienteilnehmer genutzt, nur ein Prozent verfügt zu Hause nicht über einen entsprechenden Anschluss. In der Gunst der Befragten lagen soziale Netzwerke weit vorn, danach folgten Schule oder das gemeinsame Surfen mit Freunden. Jeder Vierte Jugendliche verfügt zudem bereits über mobiles Internet via Smartphone .

Mittwoch, 31.08.2011 | 19:41 von Michael Söldner
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (4)
  • Doc1971 14:33 | 01.09.2011

    Zitat: ~phoenix~
    schreibst du in ein paar Stunden nochmal einen Beitrag? wenn ja, dann bitte wieder mit dem gleichen Link...
    Ich bitte um Entschuldigung für den Link-Doppelpost, er sollte im jeweiligen Kontext sichtbar sein. War überflüssig, das stimmt. Ich werde zukünftig darauf achten! :o Gruß! Doc

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  • -humi- 13:53 | 01.09.2011

    schreibst du in ein paar Stunden nochmal einen Beitrag? wenn ja, dann bitte wieder mit dem gleichen Link...

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  • Doc1971 13:16 | 01.09.2011

    Tatsächliche Aussagekraft der Studie in Bezug auf das Internet = NULL

    Die Aussage, 30% wären Opfer einer "Cybermobbing"-Attacke ist überdies kompletter Unsinn, wenn man sich die Studie einmal genauer ansieht! http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/360342/Datei/63165/TK-Meinungspuls%20Gesundheit%20%20Kurzerhebung%20Cybermobbing.pdf Zu dieser Fehlinterpretation kommt man nämlich nur, wenn man: 1) Die Prozente der beiden Hauptfragen (Seite 10) zu 31% aufaddiert, obwohl sich diese inhaltlich klar überschneiden, und zwar: - "Drohungen, BELEIDIGUNGEN oder ANDERE UNANGENEHME NACHRICHTEN erhalten" (18%) - "BELEIDIGUNGEN oder GERÜCHTE verbreitet wurden" (13%) 2) Dinge, die mit Mobbing herzlich wenig zu tun haben, wie "unangenehme Nachrichten" oder "Gerüchte", ebenfalls als "Mobbing" bezeichnet! 3) Internet und Handynutzung zusammenwirft... 4) ...und dann am Ende alles perfide als "Cyber-Mobbing via INTERNET" bezeichnet! Interessanterweise haben laut Seite 9 der Studie lediglich 6% der Befragten überhaupt "negative Erfahrungen im Internet oder per Handy" gemacht! Die Interpretation der Presse zu dieser Studie ist nicht nur grob irreführend, sie ist sogar grundlegend falsch! Offensichtlich hat sich kaum jemand die Studie hinter der Pressemitteilung einmal genau angesehen. Sie wird eingesetzt, um - abermals - mehr Kontrolle des ach so bösen Internet einzufordern. Ein weiteres Beispiel dafür, nicht immer gleich alles zu glauben, was man in Bezug auf Statistik und Umfragen so vorgesetzt bekommt! Auch auf suggestive Fragen wie auf S.10 sollte man achten! Im Übrigen ist das Netz letztlich auch nur ein Kommunikationskanal unter vielen. Konsequenterweise müssten die Netzkritiker folglich die gesamte übrige Kommunikation ebenso überwachen, wie sie es für das Netz einfordern. Fazit: Eine neue, ehrliche Analyse dieser Studie wäre mehr als angebracht!

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  • Doc1971 04:22 | 01.09.2011

    Die TK-Studie...

    Ich kenne die Studie. In sämtlichen Medien wird hierzu erstaunlicherweise eines nicht erwähnt: In der Studie bezieht sich "Cybermobbing" nämlich gleichsam auf Internet und Handy! Man werfe nur mal einen Blick auf die Fragen, die den Jugendlichen gestellt wurden! : PDF der Studie, "TK-Meinungspuls Gesundheit Kurzerhebung Cybermobbing" Tipp: Die PDF einfach mal nach dem Wort Handy durchsuchen... Durch die einseitig auf das Internet bezogene und deshalb in Bezug auf die Studie stark verzerrte Berichterstattung entsteht der Eindruck, dass das Internet nun auch noch für alle möglichen Formen des Ablästerns hauptverantwortlich gemacht werden soll. Die Studie gibt das jedoch nicht her, da Internet und Handy dort nicht sauber voneinander getrennt abgehandelt wurden, und Jugendliche zudem eher das Handy als das am weitesten verbreitete (über 95% Verbreitung lt. der Studie) Kommunikationsmedium nutzen. Auch bei Sat1 "Eins gegen Eins, Sascha Lobo vs. Lenßen" wurde diese Studie bereits zum großen Streitthema "Mobbing im Internet" gebracht und dieser Punkt ebenfalls geflissentlich übergangen, wohl um die vermeintlich "neuen" Gefahren in Bezug auf das Internets zu dramatisieren. Und neu sind sie gewiss nicht! Unabhängig vom Medium wie Schrift, Sprache, Telefon, Handy oder Internet war und ist immer nur der Mensch ursächlich, und nie das Medium! Gruß, Doc

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