Internet
Blogger verklagen Huffington Post auf 105 Millionen Dollar Schadenersatz
Über 9.000 Blogger fordern in einer Sammelklage 105 Millionen US-Dollar Schadenersatz vom Internet-Nachrichten-Portal Huffington Post. Der Vorwurf: Ungerechtfertigte Bereicherung. Während das Online-Portal satte Gewinne einstreicht, haben die Gastschreiber für ihre Texte noch keinen Cent gesehen.
Im Mai 2005 ging das Online-Portal Huffington Post als Polit-Blog online. Anfangs präsentierte sich die „Web-Zeitung“ als Ideen-Schmiede auf der angemeldete Nutzer Texte und Blog-Beiträge veröffentlichen konnten, um Diskussionen anzuregen. Honorare waren für die Schreiber nicht eingeplant. Im Februar 2011 wurde die Website für 315 Millionen US-Dollar an den Internet-Riesen AOL verkauft. Zu diesem Zeitpunkt änderte sich auch die Ausrichtung der Huffington Post. Das Portal wandelte sich von einer Meinungsplattform zum profitorientierten Online-Unternehmen, das durch Werbeeinnahmen satte Gewinne abwirft. Von diesen sehen die über 9.000 freien Journalisten, die Texte für die Website verfassen, jedoch keinen Cent.
Der Gewerkschafter und Publizist Jonathan Tasini stuft das als „ungerechtfertigte Bereicherung“ ein und reichte nun, zusammen mit seinen Journalisten-Kollegen eine Sammelklage gegen die Huffington Post ein. Das Unternehmen habe sich an den Gratis-Texten bereichert und den Schreibern sein Profitinteresse verheimlicht – dafür sollen die Gründungsmitglieder Arianna Huffington, Kenneth Lerer und Jonah Peretti nun Schadenersatz in Höhe von 105 Millionen US-Dollar zahlen.
Die Aussichten auf Erfolg stehen gut. Tasini hatte in einem ähnlichen Fall gegen die Tageszeitung New York Times geklagt und für zahlreiche Journalisten eine Einnahmen-Beteiligung an den Datenbank-Aufrufen ihrer Artikel erstritten.
Der Gewerkschafter und Publizist Jonathan Tasini stuft das als „ungerechtfertigte Bereicherung“ ein und reichte nun, zusammen mit seinen Journalisten-Kollegen eine Sammelklage gegen die Huffington Post ein. Das Unternehmen habe sich an den Gratis-Texten bereichert und den Schreibern sein Profitinteresse verheimlicht – dafür sollen die Gründungsmitglieder Arianna Huffington, Kenneth Lerer und Jonah Peretti nun Schadenersatz in Höhe von 105 Millionen US-Dollar zahlen.
Die Aussichten auf Erfolg stehen gut. Tasini hatte in einem ähnlichen Fall gegen die Tageszeitung New York Times geklagt und für zahlreiche Journalisten eine Einnahmen-Beteiligung an den Datenbank-Aufrufen ihrer Artikel erstritten.



13.04.11
Da sich die Geschäftsstrategie erst mit dem Verkauf an AOL geändert hat, ist meiner Meinung nach eine Klage gegen die Gründer nicht gerechtfertigt, wenn überhaupt sollte AOL verklagt werden, da das ganze Modell nun kommerzialisiert wurde, und der Grundgedanke hierdurch verfälscht wurde. Aber im Rechtssystem der USA ist vieles möglich, und mit einer Rechtsprechung die wir in Deutschland haben, nicht zu vergleichen.
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13.04.11
Da kann also nur spekuliert werden und damit ist eine Diskusion völlig sinnfrei.....
Und das die Herrschaften einen Schadensersatz fordern - ja so ist es in den USA.
Vorher haben sie auch ohne Entgeld geschrieben, was soll sich da eigentlich großartig geändert haben - wer beziffert eigentlich den Wert der Beiträge?
Gruß kingjon
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