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Aigner fordert besseren Datenschutz von Facebook

24.10.2011 | 19:03 Uhr |

Ilse Aigner will sich für einen europaweiten Datenschutz einsetzen. Sonderregelungen für einzelne Bundesländer seien bei weltweit operierenden Internetunternehmen nicht sinnvoll.

Die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat sich direkt an Facebook gewandt und fordert einen besseren Datenschutz, der für ganz Europa gelten sollte. In Zeiten, in denen Internetkonzerne global agieren würden, könnten regionale Sonderregelungen auf Bundeslandebene keine dauerhafte Lösung sein.

Aigner will die Bestrebungen der EU-Komission unterstützen, die an einer grundsätzlichen Datenschutznovelle arbeitet. Die Verbraucherschutzministerin sieht dringenden Bedarf an einem europaweit einheitlichen und entschlossenen Vorgehen. Gerade die Übertragung von in Deutschland gesammelten Personendaten in die USA sei ein Dorn im Auge der Datenschützer . Hier müssten den bisherigen Überlegungen endlich auch Taten folgen.

Datenschutz: 10 Programme für die Sicherung Ihrer Daten

Heute findet eine Anhörung des Europa-Repräsentanten von Facebook, Richard Allen, statt. Dieser muss sich vor dem Bundestagsunterausschuss Neue Medien zu den Bestrebungen seines Unternehmens für mehr Datenschutz äußern.

In einem Expertengespräch zum Thema "Datensicherheit bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken in Anbetracht einer Entschließung der Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes" sollen außerdem der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sowie Per Meyerdierks, Datenschutzbeauftragter von Google Deutschland , zu Wort kommen.

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