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Internationale Dialer-Mafia ausgehoben

28.01.2005 | 14:21 Uhr |

Einen geschätzten Gesamtschadne von über 20 Millionen Euro soll eine jetzt ausgehobene Dialer-Bande angerichtet haben.

In dieser Woche gelang der Staatsanwaltschaft Osnabrück ein Schlag gegen eine international agierende Bande, die mit illegalen Dialern einen geschätzten Gesamtschaden von über 20 Millionen Euro angerichtet haben soll. Die mutmaßlichen Täter wurden in Paderborn und Riga (Lettland) verhaftet. Sie betrieben seit mindesten drei Jahren Briefkastenfirmen in Panama und den USA, die unter Namen wie "Liquid Inc." oder "Central 24" auftraten.

Die eingesetzten "Teen XXX" Dialer wählten sich in 0190-Nummern ein und löschten sich dann selbsttätig von der Festplatte der PCs. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück hat eine deutsche Telefongesellschaft über fünf Millionen Euro in 15 Monaten an die Scheinfirmen überwiesen. Die Telefonrechnungen sollen sich in einigen Fällen auf bis zu 3000 Euro belaufen haben.

Die Telefongesellschaften treiben diese Beträge oft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ein. Für die Geschädigten kann es sehr schwierig werden ihr Geld zurückzuerhalten. Sie müssen im Einzelfall nachweisen, dass sie auf die Dialer genau dieser Anbieter hereingefallen sind. Die Gerichte entscheiden bislang noch sehr unterschiedlich.

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