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Internationale Datenbank gegen Kinderpornos geplant

28.02.2001 | 11:49 Uhr |

Die G 8-Staaten wollen verstärkt gegen Kinderpornographie im Internet vorgehen. Dazu soll eine internationale Datenbank über Verdächtige und verbotene Pornonetze geschaffen werden.

Die G 8-Staaten wollen verstärkt gegen Kinderpornographie im Internet vorgehen. Dazu soll eine internationale Datenbank über Verdächtige und verbotene Pornonetze geschaffen werden, kündigte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) nach einem Treffen der Innen- und Justizminister der G 8-Staaten am Dienstag in Mailand an.

"In dieser Datenbank sollen Daten von Verdächtigen und indizierte Internetinformationen aus allen Teilnehmerländern zusammengetragen werden, um Strukturen aufzudecken und die Möglichkeiten der Strafverfolgung zu verbessern."

Die Staats- und Regierungschefs aus den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Russland wollen bei dem G 8-Gipfel Ende Juli in Genua außerdem Schritte zur Bekämpfung von rassistischem Gedankengut im Internet erörtern. Schily sprach in diesem Zusammenhang von "verabscheuungswürdigen Verbrechen".

Die G 8-Minister verabschiedeten in Mailand ein gemeinsames Kommunique zum weiteren Kampf gegen den internationalen Terrorismus, Hochtechnologie-Kriminalität, Korruption und Geldwäsche. Außerdem ging es um Schleuserkriminalität und Menschenhandel.

Gegen die Internet-Kriminalität komme der "technischen Prävention große Bedeutung zu", sagte Schily. "Kriminelle Kartelle handeln grenzüberschreitend und vernetzen sich im Zeitalter der Globalisierung wesentlich schneller und einfacher als früher." Dem müsse über die Landesgrenzen hinweg "mit einem Netzwerk von Schutzmechanismen" begegnet werden. (PC-WELT, 28.02.2001, dpa/ sw)

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