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Google startet interessenbasierte Anzeigen

11.03.2009 | 16:09 Uhr |

Google hat die Beta-Version interessenbasierter Anzeigen im Google Content-Netzwerk und auf YouTube gestartet. "Interest Based Ads" erleichtern es Werbetreibenden, den Nutzern schon beim Surfen im Internet die passenden Botschaften und Angebote anzuzeigen.

Google gab heute den Start einer Beta-Version so genannter "Interest Based Ads" ("interessenbasierte Anzeigen") auf YouTube und im Google-Content-Netzwerk bekannt. Interest Based Ads sollen es Werbetreibenden erleichtern, den Nutzern schon beim Surfen im Internet die passenden Botschaften und Angebote anzuzeigen.

Die Beta-Version ermöglicht es Werbetreibenden, noch gezielter mit Konsumenten in Kontakt zu treten, und zwar auf Basis ihrer Interessen und ihrer bereits getätigten Webseitenaufrufe. Im Rahmen des neuen Angebots können Werbetreibende auf folgende Art ihre Anzeigen präsentieren:

Nutzern, die kürzlich die Webseite eines Werbetreibenden aufgerufen haben, wird beim Aufruf von Seiten des Google Content-Netzwerks und auf YouTube eine entsprechende Anzeige angezeigt. Wenn sich beispielsweise ein Nutzer im August auf einer Sportbekleidungs-Webseite ein Fußball-Trikot angesehen hat, könnte der Webseitenbetreiber den Nutzer im Dezember mit einer Anzeige auf anderen Webseiten auf besondere Angebote hinweisen, zum Beispiel auf seinen Winterschlussverkauf.

Nutzer, die auf Webseiten des Google Content-Netzwerks oder auf YouTube waren, bekommen in der Folge Werbung basierend auf ihren thematischen Interessen angezeigt. Wenn beispielsweise ein Nutzer einen großen Teil seiner Online-Zeit damit verbringt, sich Auto-Videos auf YouTube und Autotest-Webseiten im Google-Content-Netzwerk anzusehen, wird er von dem neuen System als Autoliebhaber eingestuft. Entsprechend werden im Google Content-Netzwerk sowie auf YouTube für diesen Nutzer vermehrt Kfz-bezogene Werbeanzeigen eingeblendet.

Verbunden mit dem Start der Beta-Version von Interest Based Ads ist eine Option, um die volle Übersicht und Kontrolle über die Art der Werbeeinblendungen zu haben und selber steuern zu können: der so genannte "Ads Preferences Manager" ("Manager für Anzeigen-Einstellungen"). Mit diesem ab sofort verfügbaren Tool sollen Nutzer ihre Interessenkategorien einsehen, selber anpassen und auch entfernen können. Ebenso können sie sich dafür entscheiden, ganz auf Interest Based Ads zu verzichten.

Der Ads Preferences Manager steht ab dem 11. März allen Online-Nutzern unter www.google.com/ads/preferences in folgenden Sprachen zur Verfügung: Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch und Dänisch. Weitere Sprachen sollen im Laufe der kommenden Wochen hinzukommen. Der Ads Preferences Manager wird solange in englischer Sprache angezeigt, bis die jeweilige Landessprache verfügbar ist.

Alle Webseitenbetreiber, die Partner des Google Content-Netzwerks sind, haben bis zum 8. April 2009 Zeit, ihre Datenschutzerklärungen anzupassen und ihre Nutzer darüber zu informieren, dass ihnen bei einem Besuch dieser Webseiten Interest Based Ads angezeigt werden könnten.

Ab Anfang April wird eine geringe Anzahl an Werbetreibenden in den USA und Europa im Rahmen eines Beta-Tests Versuche mit Interest Based Ads im Google Content-Netzwerk und auf YouTube starten. Die Beta-Tests werden im Laufe der folgenden Monate auf weitere Werbetreibende in den USA, Europa, dem Mittleren Osten und Afrika ausgeweitet. Google plant, bis zum Ende des Jahres allen Werbetreibenden die Möglichkeit zur Schaltung von Interest Based Ads über das AdWords-System zu ermöglichen.

Sämtliche an Google gesendeten Informationen werden ohne persönliche Daten (z. B. Name oder Adresse) in anonymen Cookies gespeichert. Auch verzeichnet Google für die Interest Based Ads keinerlei sensible Kategorien wie etwa Gesundheit oder sexuelle Ausrichtung, wie der Suchmaschinen-Riese betont.

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