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Intels Gewinn im ersten Quartal eingebrochen

Für das abgelaufene Quartal hat Intel den niedrigsten Gewinn seit drei Jahren ausgewiesen. Als Gründe gab das Unternehmen die schwache Nachfrage nach PCs und den Wettbewerbsdruck durch AMD an.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat für das abgelaufene Quartal den niedrigsten Gewinn seit drei Jahren ausgewiesen. Belastend wirkte Branchenexperten zufolge neben einer schwächeren PC-Nachfrage auch der wachsende Wettbewerbsdruck durch den Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD). Wie Intel am Mittwoch nach Handelsschluss an der Wall Street mitteilte, ging der Umsatz im Vorjahresvergleich von 9,434 auf 8,940 Milliarden US-Dollar zurück. Der Überschuss schrumpfte von 2,154 auf 1,347 Milliarden Dollar.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) sank von 35 auf 27 Cent. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten im Schnitt ein EPS von 23 Cent bei 8,914 Milliarden Dollar Umsatz erwartet. Das Unternehmen selbst hatte seine Umsatzprognose Anfang März von ursprünglich 9,1 bis 9,7 Milliarden auf eine Spanne zwischen 8,7 und 9,1 Milliarden Dollar gesenkt.

In der vergangenen Woche hatte AMD mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen teilweise übertroffen. Das Unternehmen war Intel bei der Markteinführung der so genannten Dual-Core-Technologie zuvorgekommen, die es ermöglicht, zwei Prozessoren auf einem Chip unterzubringen. Damit konnte AMD vor allem im lukrativen Server-Markt punkten.

Für das laufende Quartal stellte Intel den Anlegern zwischen 8,0 und 8,6 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Aktienexperten hatten im Schnitt mit 8,851 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Für das Gesamtjahr erwartet Intel einen Umsatzrückgang von drei Prozent.

AMD im ersten Quartal zum Teil über den Erwartungen (PC-WELT Onlie, 13.04.2006)

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