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Intel muss 1 Mrd. Euro Strafe zahlen

14.06.2014 | 05:14 Uhr |

Chip-Hersteller Intel muss wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung eine Strafe in Höhe von 1,06 Milliarden Euro an die EU zahlen.

Bereits 2009 verhängte die EU gegen Chip-Hersteller Intel eine Strafe in Milliardenhöhe . Das Unternehmen ging in Berufung. Der Strafe in Höhe von 1,06 Milliarden Euro wird Intel jedoch nicht entgehen. Das Berufungsverfahren vor dem Gericht der Europäischen Union hat der Konzern in dieser Woche verloren.

Laut dem Urteil habe Intel „seine beherrschende Stellung auf dem Weltmarkt für x86-Prozessoren“ im Zeitraum von 2002 bis 2007 missbraucht. Intel hatte damals den Hardware-Herstellern Lenovo, Dell, HP und NEC exklusive Rabatte gewährt, unter der Voraussetzung, dass sie „alle oder nahezu alle x86-Prozessoren“ bei Intel kauften.

Intel soll laut dem EU-Gericht auch Absprachen mit den Elektronikfachmärkten Saturn und Media Markt getroffen haben. Gegen Zahlungen sollten die Ketten in ihren Märkten nur Desktop-PCs und Notebooks mit Chips von Intel anbieten. Diese Zahlungen stuft das EU-Gericht als wettbewerbswidrig ein.

Beide Aktionen, sowohl die Deals mit den Hardware-Herstellern als auch die Absprachen mit Saturn und Media Markt hätten den Wettbewerbszugang von Konkurrent AMD erschwert. Die Strafzahlung von 1,06 Milliarden Euro ist die höchste Geldstrafe, welche die Europäische Kommission jemals gegen ein einzelnes Unternehmen wegen Wettbewerbsverstößen verhängt hat.

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