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Jobabbau: Intel streicht über 10% der Belegschaft

20.04.2016 | 08:15 Uhr |

Der Chipgigant Intel im Rahmen eines umfassenden Umbaus über 10% seiner Belegschaft entlassen. Dies gab Intel nun bekannt.

Update 20.4. : In einem Brief an die Belegschaft hat Intel Einzelheiten zu dem bereits vermuteten, großflächigen Jobabbau bekannt gegeben. Demnach werden bis zu 12.000 Mitarbeiter ihren Job verlieren, das sind rund 11% der aktuellen Belegschaft. Wo genau eingespart werden soll, wird laut Intel in den kommenden 60 Tagen bekannt gegeben, einige Umbauten werden sich noch bis ins Jahr 2017 ziehen. Der Konzern will sich mittelfristig von seinem bisherigen Kerngeschäft mit Prozessoren unabhängiger machen und künftig stärker Produkte in Bereichen wie Cloud Computing, Connected Devices, Data Center und Internet of Things anbieten. Aktuell liefern diese Bereich zwar nur rund 40% des Umsatzes, allerdings den Großteil des Gewinns.

Meldung vom 18.4. :Angeblich plant Intel einen massiven Stellenabbau. Noch im Frühjahr 2016 soll Intel nach einem Bericht der lokalen Tageszeitung The Oregonian / OregonLive damit beginnen, mehrere tausend Stellen zu streichen. Über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg. Das will OregonLive von verschiedenen gut unterrichteten Quellen aus dem Unternehmen erfahren haben. In einzelnen Unternehmensbereichen soll der Job-Abbau zweistellige Prozentbereiche erreichen.

Nach dem kommenden Dienstag könnte es los gehen

Der Stellenabbau könnte bald nach Bekanntgabe der Quartalszahlen am Dienstag, den 19. April 2016, beginnen. Allerdings sollen Details und Zeitplan noch nicht feststehen. Bis zum Jahresende sollen dann mehrere tausend Arbeitsplätze weggefallen sein.

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Intel hat zu den angeblichen Plänen für einen Stellenabbau noch nichts gesagt. Wir haben diesbezüglich bei Intel angefragt.

Update 14.58 Uhr: Intel antwortet auf unsere Anfrage.

Monika Lischke, Communications Manager Corporate & Consumer von Intel Deutschland, hat auf unsere Anfrage zu den geplanten Entlassungen folgendermaßen geantwortet: „Generell äußert sich Intel nicht in Bezug auf Spekulationen Dritter. Bitte haben Sie daher Verständnis, wenn wir den von Ihnen erwähnten Beitrag von OregonLive nicht kommentieren.“

Update Ende

Ende 2015 hatte Intel 107.000 Mitarbeiter weltweit. Bereits 2015 hatte sich Intel von 1100 Mitarbeitern getrennt.

Intel muss umstrukturieren

Intel ist nach wie vor ein hochprofitables Unternehmen, das aber auf den Strukturwandel in der IT-Industrie reagieren muss um seine Gewinnmarge hoch zu halten. Denn Intel verdient das meiste Geld immer noch mit Desktop- und Notebook-Rechnern. Doch dieser Bereich ist rückläufig. Stattdessen wächst der Bereich Smartphones und Tablets. Hier ist Intel nicht so stark aufgestellt, weil viele Mobilgeräte mit ARM-Prozessoren laufen. Intel muss also eine Reorganisation durchführen. Dafür hat der Chip-Gigant beispielsweise mit Venkata "Murthy" Renduchintala einen Top-Manager von Qualcomm abgeworben. Qualcomm ist ein führender Hersteller von Mobil-Prozessoren. Im Gegenzug müssen einige langjährige Manager Intel verlassen.

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