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Intel will 10.500 Stellen streichen

06.09.2006 | 10:24 Uhr |

Jetzt ist es offiziell: Intel entlässt 10.500 Mitarbeiter bis 2008. Damit bestätigen sich Gerüchte, die seit dem Wochenende kursierten.

Intel will wieder mehr Profit machen. Und feuert deshalb Mitarbeiter. Das gab das Unternehmen jetzt bekannt. Noch am Montag hatte Intel Deutschland gegenüber der PC-WELT die kursierenden Gerüchte zum Stellenabbau nicht kommentieren wollen ( die PC-WELT berichtete ).

Paul Otellini, CEO von Intel, erklärte am Dienstag, dass Intel sich zusätzlich von 7500 Mitarbeitern trennt. Zusammen mit dem bereits kürzlich beschlossenem Stellenabbau und dem Verkauf zweier Geschäftssparten reduziert sich die Mitarbeiterzahl von Intel bis 2008 insgesamt um 10.500 Personen. Das sind rund zehn Prozent der derzeitigen Angestellten.

Der Stellenabbau erfolgt in mehreren Etappen. 2006 werden die bereits vor einigen Wochen oder Monaten bekannt gemachten Abbau-Maßnahmen durchgezogen. Sie betreffen die mittlere Management-Ebene und den Marketing-Bereich bei Intel sowie einzelne Geschäftsbereiche wie beispielsweise die Xscale-Smartphone-Chip-Produktion. Bis Ende 2006 soll der Personalbestand so auf 95.000 gesenkt werden.

Weiter bluten müssen die Intelaner dann 2007. Dann feuert der Chip-Gigant nämlich Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion und Produkt-Design. Das Unternehmen will die Effizienz beim Zugriff auf unternehmenseigene Ausstattung steigern und Redundanzen beseitigen, wie Intel erklärte.

Mitte 2007 soll Intel dann noch 92.000 Beschäftigte haben. Im zweiten Quartal 2006 waren es 102.500.

Mit dem Stellenabbau will Intel bereits im Jahr 2007 zwei Milliarden US-Dollar sparen. Ab 2008 sollen es sogar drei Milliarden Dollar sein, die Intel durch die Reduzierung seiner Mitarbeiterzahl spart. Der Personalabbau selbst wird Intel zufolge rund 200 Millionen Dollar kosten.

Den Entlassenen dürften aber andere Zahlen sauer aufstoßen. Denn Intel ist immerhin kein schwer angeschlagenes Unternehmen, das ums Überleben fürchten muss. Der Prozessor-Hersteller hält schließlich einen Marktanteil von rund 80 Prozent bei PC-CPUs und wies im zweiten Quartal 2006 immer noch 885 Millionen Dollar Gewinn aus.

Doch der schwächelnde PC-Markt drückt die Gewinn-Margen. Zudem sitzt Intel Erzrivale AMD im Nacken und zwingt Intel zu Preissenkungen bei den Prozessoren.

Zeitungsbericht: Intel plant massiven Stellenabbau (PC-WELT Online, 04.09.2006)

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