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Intel verliert Spitzenposition

04.11.2000 | 17:50 Uhr |

Intel hat nach drei Jahren die Führungsposition in der Rangliste der schnellsten Supercomputer der Welt abgeben müssen. Neuer Favorit ist IBMs "ASCI White", der den alten Spitzenreiter "ASCI Red" um mehr als das doppelte an Rechenleistung übertrifft. Die neue Top-500-Liste der Supercomputer zeigt auch, dass Deutschland weiterhin führend in Europa ist.

Intel hat nach drei Jahren die Führungsposition in der Rangliste der schnellsten Supercomputer der Welt abgeben müssen. Neuer Favorit ist IBMs "ASCI White", der den alten Spitzenreiter "ASCI Red" um mehr als das doppelte an Rechenleistung übertrifft. Der Computer steht in den Laboratorien des Lawrence Livermore National Laboratory in den USA und wird zur Forschung im Bereich Kernwaffen eingesetzt. Er besteht aus 8.192 Prozessoren, die jeweils mit 375 Megahertz getaktet sind und so fast 5.000 Gigaflops (Milliarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde) erreicht.

In der neuen Top-500-Liste der Supercomputer, die von den Universitäten Mannheim und Tennessee erstellt wird, stellt alleine IBM 5 der 10 schnellsten Computer und macht so seine Führungsposition in diesem Bereich deutlich. Wie auch in den Jahren zuvor steht der Löwenanteil der schnellsten Rechner in den USA, die auch die ersten sechs Plätze belegen. Erst an Position 7 folgt mit dem SR8000-F1/112 des Leibniz Rechenzentrums in München ein europäischer Computer. Er erreicht immerhin rund 1.000 Gigaflops. (PC-WELT, 04.11.2000, meh)

Die englischsprachige Liste der Top 500 Supercomputer

Supercomputer für Pentagon (PC-WELT Online, 5.8.2000)

Superrechner `Unschlagbare Macht` (PC-WELT Online, 26.7.2000)

8.000 CPUs für eine Atombombe (PC-WELT Online, 29.06.2000)

Die Top-500 Computer (PC-WELT Online, 11.6.2000)

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