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Intel verklagt VIA

10.09.2001 | 12:36 Uhr |

Der Chip-Gigant Intel hat seinen Mitbewerber VIA verklagt. Grund sei die angebliche Verletzung von fünf Intel-Patenten bei zwei P4-Chipsätzen von VIA. VIA holte indessen seinerseits zum Gegenschlag aus und verklagte Intel ebenfalls aufgrund von Patentverletzungen.

Der Chip-Gigant Intel hat seinen Mitbewerber VIA verklagt. Grund sei die angebliche Verletzung von fünf Intel-Patenten bei zwei P4-Chipsätzen von VIA. Betroffen sind die beiden Chipsätze P4X266 und P4M266 des taiwanesischen Produzenten.

Intel zufolge besitzt VIA keine Lizenz für den 400-Megahertz-Bus, der beim Pentium 4 genutzt wird. VIA hingegen argumentiert, dass Intel seinerseits über kein Patent verfügt, dass diesen Bus einschließt. "Wir haben keine Patente verletzt", so Richard Brown, Marketing Direktor von VIA, bei der Einführung des P4X266.

Bei der Klage dreht es sich in erster Linie um die Aufrechterhaltung eines gewissen Preis-Niveaus seitens Intel. Pentium-4-Chipsätze von Intel unterstützen derzeit lediglich RDRAM, wohingegen der P4X266-Chipsatz den wesentlich günstigeren DDR-SDRAM unterstützt. Erst der 845-Chipsatz von Intel, der im kommenden Jahr veröffentlicht wird, wird ebenfalls DDR-SDRAM unterstützen.

Würde Intel nun VIA nicht verklagen, hätte das Unternehmen einen Preisvorteil gegenüber denjenigen Unternehmen, wie Acer oder Sis, die für die Intel-Lizenz zahlen mussten.

VIA hingegen drehte den Spieß um und hat seinerseits Intel verklagt: So soll sowohl der Pentium 4 als auch der 845-Chipsatz Patente von VIA verletzten. "Intel hat keine Lizenz von VIA für den Pentium 4 oder den 845-Chipsatz erhalten", so Richard Brown. "Diese Klage hat zum Ziel, die Verletzung von VIA-Patenten durch diese Produkte zu stoppen."

Neuer Via-Chipsatz für P4-CPUs vor dem Start (PC-WELT Online, 16.08.2001)

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