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Intel und VIA legen Patent-Streitigkeiten bei

08.04.2003 | 13:14 Uhr |

Intel und VIA Technologies haben eine Vereinbarung getroffen, die alle noch im Verfahren befindliche Patentstreitigkeiten zwischen den Firmen rund um Chipsätze und CPUs belegt. Dies teilten die Firmen gestern mit. Elf anhängige Verfahren in fünf Ländern gehören nun der Vergangenheit an.

Intel und VIA Technologies haben eine Vereinbarung getroffen, die alle noch im Verfahren befindliche Patentstreitigkeiten zwischen den Firmen rund um Chipsätze und CPUs belegt. Dies teilten die Firmen gestern mit. Elf anhängige Verfahren in fünf Ländern gehören nun der Vergangenheit an.

Als Teil der Vereinbarungen gehen die Firmen für die Dauer von zehn Jahren eine Überkreuzlizenzierung ein, die für die ganze Palette beider Firmen gilt. Einige Details:

* VIA bekommt die Lizenz, x86-kompatible CPUs zu verkaufen. Allerdings dürfen diese weder Pin- noch Bus-kompatibel zu Intel-CPUs sein.

* Darüber hinaus gewährt Intel VIA eine vierjährige Lizenz zur Entwicklung und zum Verkauf von Chipsätzen, die zu Intels Prozessor-Bus kompatibel sind. Nach Ablauf der vier Jahre wird Intel auch in dem darauf folgenden Jahr seine Patent-Ansprüche noch nicht geltend machen.

* Die Vereinbarung legt VIA die Zahlung von Lizenzgebühren für einige nicht näher genannte Produkte auf.

Nathan Brookwood, Analyst bei Insight64, begrüßte die Einigung: Die Unternehmen könnten sich jetzt auf technologische Probleme konzentrieren und müssen nicht mehr beträchtliche Summen in Rechtsstreitigkeiten investieren. Zudem wird die Einigung seiner Meinung nach einen positiven Effekt auf die Wettbewerbslage haben. Für Endanwender werden aller Voraussicht nach keine Vorteile entstehen, da Kosteneinsparungen in dem Bereich kaum mehr möglich seien.

Via: Etappensieg im Patentstreit mit Intel (PC-WELT Online, 23.12.2002)

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