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Intel überdenkt Preispolitik bei seinen Prozessoren

21.10.2002 | 12:55 Uhr |

Einem Bericht des taiwanischen Online-Dienstes Digitimes zufolge plant Intel, die Preise für Desktop- und Notebook-Prozessoren anzugleichen. Demnach soll der Pentium 4-M künftig nur noch etwa 10 bis 15 Prozent teurer sein als der Pentium 4 - jeweils bezogen auf die gleiche Taktfrequenz.

Einem Bericht des taiwanischen Online-Dienstes Digitimes zufolge plant Intel, die Preise für Desktop- und Notebook-Prozessoren anzugleichen. Demnach soll der Pentium 4-M künftig nur noch etwa 10 bis 15 Prozent teurer sein als der Pentium 4 - jeweils bezogen auf die gleiche Taktfrequenz. Derzeit müssen Notebook-Bauer für mobile Prozessoren noch zwischen 39 Prozent (bei den 1,8-Gigahertz-Ausführungen) und 114 Prozent (bei den 2,0-Gigahertz-Modellen) mehr bezahlen als die Produzenten von Desktop-PCs, wie unsere Schwesterpublikation Computerpartner meldet.

Mit dieser Änderung in der Preispolitik will Intel in erster Linie den Absatz seiner Pentium-4-M-CPUs ankurbeln. Nach wie vor gibt es genug Notebook-Hersteller, die in ihre mobilen Rechner lieber die billigeren Desktop-Prozessoren einbauen - allerdings auf Kosten von Akkulaufzeit und Wärmeentwicklung.

Da Intel im ersten Quartal 2003 aber eine neue Mobil-CPU (Codename: Banias) auf den Markt bringen will, bestünde die Gefahr, auf den Pentium-4-M-Prozessoren sitzen zu bleiben. Der Banias soll bei einer dem Pentium 4 vergleichbaren Leistung nur ein Drittel des Stroms verbrauchen.

Intels bisherige Preispolitik war auch mit ausschlaggebend, dass eine neue Gerätekategorie auf den Markt kam: Computer, die wie Notebooks aussehen, aber Desktop-Komponenten beinhalten ("Desknote"-Geräte).

Intel will Akku-Laufzeiten drastisch erhöhen (PC-WELT Online, 16.10.2002)

Intel verrät Details zur neuen Banias-CPU (PC-WELT Online, 12.10.2002)

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