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Intel stoppt Billig-CPU

29.09.2000 | 16:53 Uhr |

Intel beerdigt den Timna: Die kostensparende All-in-One-CPU war für günstige Einsteiger-Rechner gedacht. Doch der Preisverfall bei Celeron-Prozessoren ließ keinen Spielraum mehr, um einen noch günstigeren Chip auf den Markt zu bringen.

Intel beerdigt den Timna: In den Prozessor sollten neben dem CPU-Kern die Grafikfunktion und die Northbridge des Chipsatzes integriert werden. Die kostensparende All-in-One-CPU war für günstige Einsteiger-Rechner gedacht.

Der Grund für das Timna-Ende: Laut Intel lassen sich wegen des Preisverfalls beim Celeron derzeit mit diesem Prozessor genauso günstige Rechner herstellen, wie sie eigentlich erst der Timna ermöglichen sollte. Um sich bei Billig-Rechnern also nicht selbst Konkurrenz zu machen, gibt Intel nun den Timna auf.

Intel zufolge hängt das Ende des Timna nicht mit technischen Problemen zusammen. Ursprünglich sollte der Timna eine Schnittstelle für Rambus-Speicher (siehe Glossar) besitzen. Um günstigeres SDRAM (siehe Glossar) zu unterstützen, wollte Intel einen so genannten Memory Translator Hub (MTH) in den Timna integrieren. Allerdings machte genau dieser Baustein Probleme: Bei Hauptplatinen mit Intels Chipsatz 820(E), die teilweise ebenfalls einen MTH einsetzen, gab es massive Schwierigkeiten. Intel-Ingenieure entwickelten daraufhin einen verbesserten MTH, der auf dem Timna zum Einsatz kommen sollte. Das hat sich nun jedoch erledigt. (PC-WELT, 29.09.2000, tr)

PC-WELT Service: Aktuelle CPU-Preise

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