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Intel stellt 7. Generation der Core-i-CPUs vor: "Kaby Lake" für Ultrabooks und MIni-PCs

30.08.2016 | 20:52 Uhr |

Zu den wichtigesten Vorteilen von Intels 7. Core-i-Generation gehören der optimierte Fertigungsprozess, die komplett überarbeitete CPU-Grafik, der effizienterer Turbo-Modus und die vollständige Hardware-Beschleunigung für die gerne eingesetzten Videocodices H.265 und VP9.

Intels siebte Generation der Core-i-Prozessoren fusst sowohl auf einer gründlich überarbeiteten Microarchitektur, als auch einem optimierten Fertigungsprozess. Konzipiert sind die sechs neuen CPUs für Ultrabooks, Mini-PCs und Hybrid-Rechner aus Notebook und Tablet. Alle CPUs besitzen zwei Prozessorkerne - die dank Hyperthreading-Technik bis zu vier Aufgaben parallel abarbeiten können - sowie die verbesserte Intel HD Graphics 615 respektive 620, die auf jeweils 24 Shader-Einheiten zurückgreifen. Alle CPU-Modelle inklusive aller Taktraten haben wir am Ende des Beitrags in einer Tabelle zusammengefasst

Die 14-Nanometer-Plus-Fertigung soll laut Intel gegenüber dem 14nm-Prozess der Vorgängergeneration bei vergleichbarer Leistungsaufnahme zwischen 12 und 19 Prozent mehr Rechenleistung bieten. Dabei soll das Leistungsplus vor allem bei höheren Taktraten zur Geltung kommen. Apropos höhere Taktfrequenzen: Nach Angaben von Intel schalten die neuen CPUs unter Windows 10 dank der Speed-Shift-Funktion deutlich schneller in den Turbo-Modus - der Turbo soll bereits nach 15 statt 100 Millisekunden zünden. Und der Turbo-Takt an sich ist auch einen Tick höher.

Die wichtigsten Funktionseinheiten der 7. Core-i-Generation von Intel.
Vergrößern Die wichtigsten Funktionseinheiten der 7. Core-i-Generation von Intel.
© Intel

Den Fokus hat Intel erneut auf die CPU-Grafik gelegt. Sie beherrscht nun die vollständige Hardware-Beschleunigung für verbreitete Videocodices. So kann die Grafikeinheit 4K- und UHD-Videos, die per H.265 und VP9 decodiert sind, nahezu ohne CPU-Last wiedergeben. Das erlaubt leisere Kühlungslösungen und sorgt für längere Akkulaufzeiten beim Youtube- (über Chrome), Netflix- oder Amazon-Prime-Streaming. Dabei unterstützen die Prozessoren Videomaterial sowohl in acht, als auch in zehn Bit Farbtiefe für HDR-Inhalte sowie 4K- und UHD-Material mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde.  

Bei der für eine Thermal Design Power (TDP) von 4,5 Watt spezifizierten Y-Serie kommt die CPU-Grafik Intel HD Graphics 615 zum Einsatz, die, je nach Modell, mit einem Basistakt von 300 sowie einem Boost-Frequenz zwischen 900 und 1050 MHz arbeitet. Die Intel HD Graphics 620 verbaut der Chipriese in der U-Serie, die für eine TDP von 15 Watt ausgelegt ist. Auch hier liegt der GPU-Basistakt bei 300 MHz, während sich die Boost-Frequenz nur geringfügig zwischen 1000 und 1050 MHz variiert.

Prozessor-Modul der Intel-Core-U-Serie der 7. Generation..
Vergrößern Prozessor-Modul der Intel-Core-U-Serie der 7. Generation..
© Intel

Allerdings hat Intel die Controller nur halbherzig modernisiert: HDMI 2.0 unterstützt der Display-Controller nicht nativ, sondern nur über Umwege via Converter-Baustein. Und der USB-Controller beherrscht kein USB 3.1. Für Anschlüsse auf dem Stand der Technik müssen die PC- und Notebook-Hersteller also zusätzliche Chips verbauen.

Mobile Rechner mit Intels 7. Generation der Core-i-Prozessoren sollen bereits im September auf den Markt kommen. Eine große Auswahl an Geräten dürfte aber erst zum Weihnachtsgeschäft 2016 verfügbar sein. 

Intel-Prozessor

Basis- / Turbotakt

GPU

GPU: Basis- / Turbotakt

max. RAM-Takt

U-Serie (TDP: 15 Watt)

Core i7-7500U

2,7 / 3,5 GHz

HD 620

300 / 1050 MHz

1866 MHz

Core i5-7200U

2,5 / 3,1 GHz

HD 620

300 / 1000 MHz

1866 MHz

Core i3-7100U

2,4 / 2,4 GHz

HD 620

300 / 1000 MHz

1866 MHz

Y-Serie (TDP: 4,5 Watt)

Core i7-7Y75

1,3 / 3,6 GHz

HD 615

300 / 1050 MHz

1866 MHz

Core i5-7Y54

1,2 / 3,2 GHz

HD 615

300 / 950 MHz

1866 MHz

Core m3-7Y30

1,0 / 2,6 GHz

HD 615

300 / 900 MHz

1866 MHz

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