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Intel senkt überraschend Preise

04.12.2001 | 12:04 Uhr |

Ohne große Vorankündigung hat Intel die Preise für einige CPUs gesenkt. Vor allem die Server-Versionen des Pentium III mit Tualatin-Kern mussten Federn lassen - diese sind bis zu 20 Prozent günstiger geworden.

Ohne große Vorankündigung hat Intel die Preise für einige CPUs gesenkt. Vor allem die Server-Versionen des Pentium III mit Tualatin-Kern mussten Federn lassen - diese sind bis zu 20 Prozent günstiger geworden, berichtet unsere Schwesterpublikation Tecchannel .

Intels jüngste Preissenkungen widersprechen den Anfang November aus einer internen Roadmap bekannt gewordenen Plänen. Dort war erst von einer größeren Preisrunde Ende Januar die Rede.

Nun ist aber beispielsweise der Pentium-III-S (Tualatin-Kern, 512 Kilobyte L2-Cache) für Server und Workstations bei 1,26 Gigahertz mit 527 Mark schon 20 Prozent günstiger als bisher. Er liegt damit bereits jetzt unter dem Preis, den Intel den inoffiziellen Roadmaps zufolge für Januar geplant hatte.

Das nächstkleinere Modell der Serie mit 1,13 Gigahertz kostet jetzt 440 Mark und wurde um 14 Prozent günstiger. Alle Preise beziehen sich auf 1000er-Stückzahlen für PC-Hersteller und Wiederverkäufer.

Auch beim von Intel selbst schon für tot erklärten Pentium III für Desktop-PCs hat der Chip-Gigant die Preise etwas reduziert. Der Abstand zum Pentium 4 bleibt hier jedoch gewahrt - der Pentium III mit 256 Kilobyte L2-Cache ist überproportional teuer. Das Top-Modell mit 1,20 Gigahertz bleibt mit 527 Mark unverändert, erst ab 1,13 Gigahertz bis zu 850 Megahertz werden durchschnittlich zwölf Prozent Abschlag gewährt. Zum Vergleich: Der Pentium 4 mit 1,8 GHz kostet nur 490 Mark.

Am deutlichsten wurde der klassische Coppermine mit einem Gigahertz reduziert, er ist jetzt für 310 Mark zu haben. Somit sind durch den grauen Markt noch vor Weihnachten Straßenpreise um 300 Mark zu erwarten, was diese CPU zu einer interessanten Aufrüst-Option macht. Sie ist weiterhin mit einem FSB von 100 oder 133 Megahertz zu haben und benötigt den erweiterten Socket 370 (Coppermine-kompatibel, 1,75 Volt) oder einen entsprechenden Slot-Adapter samt BIOS-Update des Mainboards. Langsamere Coppermines empfehlen sich zum Aufrüsten nicht mehr, da sie bis hinab zu 850 Megahertz alle 310 Mark kosten.

Dennoch sind auch solche aufgebohrten PIII-Systeme eine Sackgasse. Der einzige schnellere Socket-370-Prozessor, Intels Tualatin mit 512 Kilobyte L2-Cache, benötigt eine wiederum etwas angepasste Version des Socket 370 und andere Chipsätze. Adapter gibt es dafür nicht. Immerhin ist der Tualatin aber für das dritte Quartal 2001 noch mit bis zu 1,53 Gigahertz geplant.

Neben den Pentium-III-Senkungen ist jetzt nur ein Celeron-Modell billiger geworden, und zwar das mit Coppermine-Kern bei 950 Megahertz und 128 Kilobyte L2-Cache. Dieser Prozessor kostet aktuell mit 140 Mark sieben Prozent weniger.

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