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Intel senkt Umsatzprognose

Intel hat seine Umsatzprognose für das laufende Quartal gesenkt und erwartet nun bis zu eine Milliarde Dollar weniger Umsatz. Beobachter sehen schwächere Nachfrage und sinkende Marktanteile als Gründe.

Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel könnte im laufenden Quartal bis zu einer Milliarde Dollar weniger umsetzen als bisher erwartet. Das Unternehmen kappte die Prognose am Freitag stark auf nur noch 8,7 bis 9,1 Milliarden Dollar statt der bisher erwarteten 9,1 bis 9,7 Milliarden. Hintergrund seien eine schwächere Nachfrage sowie der Verlust von Marktanteilen. Der niedrigere Umsatz werde auch auf das Ergebnis durchschlagen, hieß es. Die Ausgaben für Forschung- und Entwicklung und Übernahme würden geringer ausfallen. Die Intel-Aktie fiel im frühen Handel in New York um 2,20 Prozent auf 20,04 Dollar.

Marktbeobachter sehen den unangefochtenen Branchenführer Intel seit Monaten graduell Marktanteile an den Hauptrivalen AMD verlieren. Im Schlussquartal 2005 steigerte AMD den Umsatz um 45 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar, während die Intel-Erlöse nur um sechs Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar wuchsen. Der Computermarkt wächst zwar immer noch deutlich, aber langsamer als in den vergangenen Jahren. Das zwingt die Unternehmen zu Preiskämpfen, die auch die Erlöse drücken.

Intel selbst sprach von einem "leichten" Rückgang des Marktanteils, ohne ihn näher zu beziffern. Das Unternehmen werde nun keine weiteren Prognosen für den weiteren Geschäftsverlauf bis zur Vorlage der Quartalszahlen am 19. April abgeben. Intel und AMD liefern sich derzeit einen harten Wettbewerb bei einer neuen Chipgeneration, die mehrere Prozessorkerne statt bisher einem hat. Dies erhöht die Kapazität vor allem bei gleichzeitigem Betrieb mehrerer Programme und spart Strom.

Morgan Stanley: Google wechselt von Intel zu AMD (PC-WELT Online, 02.03.2006)

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