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Intel sagt AMD den Kampf an

08.08.2001 | 12:55 Uhr |

Intel meint es ernst mit seiner Kampfansage an den Hauptkonkurrenten AMD. Ende August soll die Attacke beginnen. Die Waffen: Massive Preissenkungen, der Pentium 4 mit zwei Gigahertz und der neue Chipsatz 845, mit dem P4-Prozessoren auch mit dem günstigen SDRAM problemlos zusammenarbeiten.

Intel meint es ernst mit seiner Kampfansage an den Hauptkonkurrenten AMD. Ende August soll die Attacke beginnen. Die Waffen: Massive Preissenkungen, der Pentium 4 mit 2 Gigahertz und der neue Chipsatz 845, mit dem P4-Prozessoren auch mit dem günstigen SDRAM problemlos zusammenarbeiten.

Mit diesen drei Argumenten will sich Intel die verlorenen Marktanteile von AMD zurück holen und bei den Konsumenten punkten. Das Unternehmen ist überzeugt, dass diese Strategie auch von Erfolg gekrönt sein wird.

"Am Ende dieses Quartals werden wir einen 500-Megahertz-Vorsprung gegenüber dem schnellsten AMD-Prozessor haben", so Anand Chandrasekher, Vize-Präsident der Intel Architecture Group, gegenüber dem Nachrichtendienst CNet . Chandrasekher weiter: "Unsere Absicht ist es, diesen Vorsprung auch zu halten."

Der derzeit schnellste AMD-Prozessor ist mit 1,4 Gigahertz getaktet. Schon in Kürze soll der Athlon 4 mit 1,5 Gigahertz erscheinen. Mit dem 2-Gigahertz-Pentium 4 hätte Intel tatsächlich (wenigstens auf den Papier) einen Vorsprung von 500 Megahertz. Dieser Vorsprung soll durch geschicktes Marketing als großes Plus verkauft werden.

Das Problem: AMD-Prozessoren können derzeit - neben dem besseren Preis-Leistungsverhältnis - leistungsmäßig locker mithalten, selbst wenn sie niedriger getaktet sind. Der Grund ist, dass die Athlon-4-Prozessoren über einen leistungsfähigen Kern verfügen, der zudem noch nicht voll ausgeschöpft wurde. Das zeigte auch der PC-WELT-Test des Pentium 4 mit 1,8 Gigahertz. "Trotz 400 MHz Taktvorsprung kann der Pentium 4 dem Athlon 1400 nicht den Titel "schnellster PC-Prozessor" streitig machen", lautete das Testurteil der PC-WELT .

Bei den CPU-Preisen nähert sich Intel zaghaft an die Preise von AMD an. Neben den bereits angekündigten Preissenkungen von bis zu 50 Prozent Ende August wird allgemein damit gerechnet, dass Intel im Lauf der nächsten Monate die Preise noch weiter senken wird.

Auch den Billig-CPU-Markt will Intel angreifen. Geplant sind Preissenkungen und neue schnellere Celeron-Prozessoren. Möglich werden die höheren Geschwindigkeiten bei Celerons durch einen neuen Produktionsprozess. So soll bereits Ende August der Celeron mit einem Gigahertz erscheinen. Kurze Zeit später ist die Einführung des 1,1-Gigahertz-Celeron geplant. Mit Hilfe der 0,13-Mikron-Technologie soll schließlich Ende des Jahres der Celeron mit 1,2 Gigahertz veröffentlicht werden.

Der derzeit schnellste Billig-Prozessor von AMD ist dagegen mit 950 Megahertz getaktet. Der 1-Gigahertz-Duron war inoffiziell für Ende Juli angekündigt, lässt aber immer noch auf sich warten. Ein Grund könnte sein, dass AMD mit der Veröffentlichung wartet, bis Intel seinerseits den neuen Celeron-Prozessor auf den Markt bringt.

Pentium 4: Über 50 Prozent billiger (PC-WELT Online, 03.08.2001)

Neue flotte Notebook-Prozessoren von Intel (PC-WELT Online, 31.07.2001)

Intel: Preissenkungen und neue Prozessoren (PC-WELT Online, 19.07.2001)

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