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Intel packt eine Milliarde Transistoren auf einen Chip

18.10.2005 | 09:36 Uhr |

Intel hat einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von CPUs erreicht, indem es eine Milliarde Transistoren auf einem Die untergebracht hat. Zum Vergleich: Die 386er-Serie verfügte noch über rund 275.000 Transistoren.

Intel hat erste Testversionen einer neuen CPU fertig gestellt, die mit einer Milliarde Transistoren ausgestattet sind - ein neuer Rekordwert. Der unter dem Codenamen "Montecito" entwickelte Itanium-2-Chip wurde einigen wenigen, ausgesuchten Kunden zur Verfügung gestellt, teilte das Unternehmen mit. Die Dual-Core-CPU soll zu Beginn des kommenden Jahres in die Serienproduktion gehen.

Das Überschreiten der Milliarden-Transistoren-Grenze stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von CPUs dar. Bereits seit dem Jahr 2002 hatte das Unternehmen dieses Ziel im Visier. Damals wurde eine Version des Itanium 2 mit 500 Millionen Transistoren vorgestellt ("Madison").

Der nun vorgestellte Chip soll über 26,5 MB Cache verfügen, wobei jeder Core mit einem eigenen Cache ausgestattet sein wird. Zwar sei es technisch möglich, dass sich beide Cores den Cache teilen, dies sei aber eine gewaltige technische Herausforderung, so Intel.

Damit die Transistoren überhaupt auf den Die passen, misst der Chip 580 mm². Zum Vergleich: Der im Jahr 2002 vorgestellte Itanium-Chip maß noch zwischen 400 und 450 mm². Dazwischen hat Intel sein Produktionsverfahren allerdings vom 180 auf den 90-Nanometer-Prozess umgestellt, was wiederum für mehr Platz auf der Silizium-Scheibe gesorgt hat.

Innerhalb der vergangenen 20 Jahre wuchs die Zahl der auf einem Die versammelten Transistoren rapide. So verfügte die 386er-Serie noch über rund 275.000 Transistoren, die Millionengrenze wurde im Jahr 1989 mit dem 486er-Chip gebrochen. Bereits drei Millionen Transistoren bot der Pentium-Prozessor im Jahr 1993 und der Pentium 4 erreichte im Jahr 2001 42 Millionen.

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