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Intel meldet Umsatz- und Gewinneinbruch

18.07.2001 | 10:29 Uhr |

Intel konnte im abgelaufenen Quartal 2/2001 einen Umsatz von 6,33 Milliarden Dollar verbuchen. Gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Umsatz von 8,3 Milliarden Dollar bedeutet dies einen Rückgang um 24 Prozent. Noch drastischer fällt der Gewinn-Rückgang aus.

Intel konnte im abgelaufenen Quartal 2/2001 einen Umsatz von 6,33 Milliarden Dollar verbuchen. Gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Umsatz von 8,3 Milliarden Dollar bedeutet dies einen Rückgang um 24 Prozent. Noch drastischer fällt der Gewinn-Rückgang aus, der von 3,14 Milliarden Dollar Gewinn in 2/2000 um 96 Prozent auf nurmehr 196 Millionen Dollar stürzte.

Der Gewinn-Rückgang berücksichtigt allerdings die Akquisitionen von Intel, also die Übernahme von VxTel, Cognet und LightLogic. Im ersten Quartal 2001 hatte Intel noch 60 Prozent mehr Gewinn gemacht. Ohne Berücksichtigung der Akquisitionen zeigen sich die Ergebnisse wie folgt: Der Reingewinn von 854 Millionen Dollar entspricht einem Rückgang um 76 Prozent gegenüber den 3,52 Milliarden Dollar des Vorjahreszeitraums.

Craig R. Barrett, Präsident und Chief Executive Officer von Intel, zeigte sich von den starken Einrüchen unbeeindruckt: "Das Ergebnis des zweiten Quartals hat unsere Erwartungen erfüllt. Das Geschäft mit Mikroprozessoren ist stärker als erwartet verlaufen und hat sich auch im Vergleich zum ersten Quartal gesteigert; schwächer verlief das Quartal für den Bereich Communications und Flash-Speicher".

Vor allem durch Investitionen, so Barrett weiter, sei es möglich gewesen, früher als geplant Produkte einzuführen, die auf der 0,13 Mikron-Technologie basieren. Bis zum Ende des Jahres soll sich der Pentium 4 in PC-Systemen der mittleren Preiskategorie etablieren.

Der Umsatz-Schwerpunkt von Intel liegt trotz eines kontinuierlichen Rückgangs auf nur noch 37 Prozent immer noch in den USA. Der zweitwichtigste Markt ist der asiatisch-pazifische Raum mit jetzt 31 Prozent. Im dritten Quartal 2000 lag dieser Anteil noch bei 27 Prozent. In Europa musste Intel einen Rückgang hinnehmen: Von 25 Prozent im vorausgehenden Quartal 1/2001 auf 22 Prozent in 2/2001.

Bei den Auslieferungszahlen zeigen sich im Vergleich zum ersten Quartal 2001 deutliche Unterschiede: Während Intel mehr Mikroprozessoren und mehr Chipsätze auslieferte, ging die Zahl der abgesetzten Hauptplatinen und Flash-Speicher zurück. Ebenso wurden weniger Fast-Ethernet- und Gigabit-Ethernet-Produkte, weniger Halbleiter-Produkte für die Netzwerk-Infrastruktur und weniger Mikrocontroller ausgeliefert.

Intel setzte außerdem den Rückkauf eigener Aktien fort. So wurden im zweiten Quartal 2001 34,1 Millionen Aktien mit einem Gesamtwert von rund einer Milliarde Dollar zurückgekauft. Seit Beginn dieses Rückkauf-Programms im Jahre 1990 hat Intel für etwa 24,2 Millarden Dollar insgesamt 1,5 Millarden Aktien über die Börse zurückerworben.

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