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Intel kauft sich von Rambus frei

18.09.2001 | 11:34 Uhr |

Der Prozessorhersteller Intel und der Halbleiterproduzent Rambus haben ihre Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage gestellt und eine Lizenzierungs-Vereinbarung unterzeichnet, die das seit 1996 gültige Abkommen ersetzt. Intel will dadurch seine Abhängigkeit von Rambus-RAM bei den Pentium-4-Prozessoren vermindern.

Der Prozessorhersteller Intel und der Halbleiterproduzent Rambus haben ihre Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage gestellt und eine Lizenzierungs-Vereinbarung unterzeichnet, die das seit 1996 gültige Abkommen ersetzt. Intel will dadurch seine Abhängigkeit von Rambus-RAM bei den Pentium-4-Prozessoren vermindern.

Das neue Abkommen hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Intel darf alle patentierten Rambus-Technologien nutzen. Rambus wiederum bekommt das Recht eingeräumt, Intel-Technologien für seine Arbeitsspeicher einzusetzen. Details der neuen Vereinbarung werden von beiden Unternehmen vertraulich behandelt, wie Avo Kanadjian, Vizepräsident von Rambus Worldwide Marketing bekannt gab.

Lange Zeit setzte der CPU-Gigant Intel bei den Pentium-4-Prozessoren ausschließlich auf Rambus-RAM. Die hohen Preise für Rambus-Arbeitsspeicher und die Konkurrenz durch den preisgünstigeren DDR-RAM haben Intel zum Umdenken bewogen. Als Konsequenz daraus stellte Intel letzte Woche seinen ersten Pentium-4-Chipsatz ohne Rambus-RAM-Unterstützung vor. Der neue Chipsatz unterstützt stattdessen herkömmlichen SDRAM.

Dean McCarron, Analys von Mercury Research, vermutet, dass Intel mit der neuen Vereinbarung seine Abhängigkeit von Rambus verringern will. Intel will in Zukunft nicht mehr verpflichtet sein, ausschließlich oder mehrheitlich den teueren Rambus-RAM zu verwenden, sondern stattdessen vermehrt Chipsätze mit DDR-RAM-Unterstützung herstellen. Um das zu erreichen, hat Intel einiges an Rambus gezahlt, wie McCarron spekuliert. Insider-Kreise gehen davon aus, dass Intel auch weiterhin alle drei Monate zehn Millionen Dollar Lizenzgebühren an Rambus überweist.

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