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Intel investiert in China

26.09.2006 | 11:53 Uhr |

Einerseits muss Intel sparen und baut deshalb Personal ab. Andererseits muss Intel die Märkte der Zukunft erschließen. Deshalb kauft sich Intel mit 40 Millionen US-Dollar bei einem chinesischen Software-Hersteller ein. Das Unternehmen soll seine Software künftig für Intel-Prozessoren optimieren.

Intel will 40 Millionen US-Dollar in die "Neusoft Group Ltd." investieren. Das ist das bisher größte finanzielle Engagement von Intels chinesischem Ableger "Intel Capital China Technology Fund", wie der Chip-Hersteller erklärte. Der Deal bedarf noch der Zustimmung durch die Kontrollbehörden.

Neusoft betreibt eines von Chinas größten IT-Schulungsprogrammen und entwickelt unter anderem Software für Embedded-Anwendungen, beispielsweise für verschiedene japanische Firmen. Neusoft und Intel wollen zudem gemeinsam einen Lehr- und Trainingsplan für eine universitätsartige Ausbildung zu Intels Chip-Architektur entwickeln.

Intel ist nicht der erste westliche Kooperationspartner von Neusoft. Mit dem chinesischen Software-Unternehmen arbeitet bereits SAP zusammen. Zur Höhe seines Investments äußerte sich SAP aber im Gegensatz zu Intel nicht.

Intel gründet den "Intel Capital China Technology Fund" im Jahr 2005. Das Tochterunternehmen soll sich speziell um Investments bei chinesischen Technologiefirmen kümmern. Dafür stattete Intel seinen Ableger mit 200 Millionen US-Dollar aus.

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