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Intel greift Transmeta an

14.11.2000 | 16:40 Uhr |

Intel will sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Auf der Comdex in Las Vegas präsentierte der Chip-Gigant zwei neue Notebook-Prozessoren. Während einer der beiden Chips mit einer Taktfrequenz von einem Gigahertz lief, wurde der andere Chip als Beispiel für den Niedrig-Energie-Chipsektor vorgestellt.

Intel will sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Auf der Comdex in Las Vegas präsentierte der Chip-Gigant zwei neue Notebook-Prozessoren. Während einer der beiden Chips mit einer Taktfrequenz von einem Gigahertz lief, wurde der andere Chip als Beispiel für den Niedrig-Energie-Chipsektor vorgestellt.

Bei der Präsentation wurden die Chips in Notebooks der Firmen Dell sowie IBM vorgeführt. Die erste Präsentation dieser Prozessoren im Oktober auf dem Microprocessor Forum erfolgte noch auf speziellen Motherboards.

Nach Aussagen von Frank Spindler, führender Intel-Manager im mobilen Bereich, zeigt diese Demonstration, wie schnell der Chip-Produzent und die Hersteller in der Entwicklung voranschreiten, um markttaugliche Geräte zu produzieren. Aber auch die beiden bei der Vorstellung verwendeten Notebooks waren lediglich Prototypen, deren Massenproduktion derzeit nicht geplant ist, so Spindler weiter.

Die Fertigstellung und Auslieferung des 1 Gigahertz-Chips ist für Intel gerade hinsichtlich der Konkurrenz zu AMD äußerst wichtig. Dennoch scheint der Fokus der Intel-Strategie mehr im Bereich der Niedrig-Energie-CPU zu liegen.

Bezeichnenderweise wurde der stromsparende Chip mit einem Notebook von IBM präsentiert. Hatte IBM doch die erst vor kurzem bekannt gegeben, von einem Einsatz des Crusoe-Chips aus dem Hause Transmeta abzusehen. Der Niedrig-Energie-Pentium III läuft mit einer maximalen Taktfrequenz von 500 Megahertz, bei der er immer noch weniger als ein Watt Strom verbrauchen soll.

Im Extremeinsatz lässt sich die Leistung des Chips auf 300 Megahertz herunterfahren, in diesem Modus soll der Verbrauch sogar unter einem halben Watt liegen.

Wer nun denkt, dass dieser Chip Intels Antwort auf die aufkeimende Konkurrenz von Transmeta ist, liegt falsch. Nach Angaben von Intel wurde schon lange bevor Transmeta auf der Bildfläche erschien an dieser Technologie gearbeitet. (PC-WELT, 14.11.2000, mp)

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