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Intel gibt Details zum Pentium-M-Nachfolger bekannt

25.08.2005 | 11:33 Uhr |

Auf der Entwicklerkonferenz IDF (Intel Developer Forum) veröffentlichte Intel weitere Details zum Notebook-Prozessor Yonah. Er soll Anfang 2006 den aktuellen Pentium M ablösen.

Auf dem IDF (Intel Developer Forum) gab Intel weitere Details zum kommenden Notebook-Prozessor Yonah bekannt. Der Pentium-M-Nachfolger ist Teil der Napa-Plattform, die Anfang 2006 Centrino ablösen soll.

Yonah ist ein Doppelkern-Prozessor, der im 65-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Aufgrund der kleineren Strukturbreite ist Yonah trotz der beiden Kerne mit 90,3 qmm nur unwesentlich größer als der derzeitige Pentium M (83,6 qmm). Wie der aktuelle Pentium M bringt Yonah 2 MB L2-Cache mit, den beide Kerne gemeinsam nutzen können – Intel nennt dies „Smart Cache“: Beim aktuellen Pentium D setzt Intel noch auf einen getrennten Cache von 1 MB für jeden Kern. Durch den gemeinsamen Cache soll Yonah effektiver arbeiten, denn ist nur ein Kern ausgelastet, darf dieser den gesamten Cache nutzen. Schneller wird Yonah auch aufgrund des Front-Side-Bus-Taktes (FSB) von 667 MHz – der Pentium M arbeitet mit 533 MHz FSB.

Unter dem Marketingnamen „Digital Media Boost“ fasst Intel weitere Architekturverbesserungen des Yonah zusammen: So soll er Programmbefehle besser gruppieren und mehr Daten im Voraus einlesen können (Data Prefetch) sowie SSE3-Instruktionen unterstützen.

Auch an den Stromsparfunktionen hat Intel bei Yonah gedreht: Teile des L2-Cache lassen sich abschalten, wenn Yonah sie für die aktuellen Aufgaben nicht benötigt. Außerdem verfügt er im Vergleich zum Pentium M über einen zusätzlichen Energiesparmodus, nämlich Enhanced Deeper Sleep DC4. Darüber hinaus unterstützen beide Yonah-Kerne das Speed-Step-Verfahren zum dynamischen Anpassen der Taktrate und Kernspannung an die Prozessorauslastung.

Yonah wird kein Hyper-Threading und auch nicht die 64-Bit-Erweiterung EM64T unterstützen – dafür aber die Virtualisierungstechnik Vanderpool, die es zum Beispiel erlauben soll, auf einer CPU zwei vollständig voneinander abgeschottete Betriebssysteme laufen zu lassen.

Weitere Details zu Yonah sowie erste Benchmark-Ergebnisse finden Sie bei unseren Kollegen vom Tecchannel hier und hier .

Wie üblich, ist auch AMD in der Nähe des IDFs zugange und versucht, Intel die Show zu stehlen. In diesem Jahr zum Beispiel mit dem Prototypen eines Doppelkern-Turion, dessen Speichercontroller DDR2 unterstützen soll. Außerdem soll die Notebook-CPU, die AMD für das erste Halbjahr 2006 ankündigte, die Pacifica-Technik bieten, die mit Intels Vanderpool vergleichbar sein soll. Auch hierzu finden Sie weitere Details beim Tecchannel .

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