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HDCP-Hauptschlüssel im Internet veröffentlicht

17.09.2010 | 15:16 Uhr |

Im Internet ist ein Schlüssel veröffentlicht worden, der als mutmaßlicher Hauptschlüssel für den Kopierschutz HDCP apostrophiert wird. Intel hat inzwischen bestätigt, dass der Schlüssel gültig ist.

Das Kopierschutzverfahren HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) soll sicher stellen, dass hochauflösende Inhalte nur von lizenzierten Geräten wiedergegeben werden können. Damit soll das digitale Kopieren von HD-Filmen unterbunden werden. Doch nun ist der "HDCP Master Key" anonym im Internet veröffentlicht worden.

Dieser Hauptschlüssel besteht aus einer 40x40-Matrix 56-bittiger Hexadezimalzahlen. Daraus lassen sich eigene Schlüssel für Abspielgeräte (HDCP-Quellen, etwa DVD-Player) und Anzeigegeräte (HDCP-Senken wie Bildschirme) ableiten. Um Raubkopien entsprechender DVDs oder BluRay-Medien zu erzeugen, wird ein solcher Schlüssel allerdings gar nicht benötigt, denn deren Kopierschutz ist längst geknackt.

Der HDCP Master Key ist zunächst auf der Website Pastebin veröffentlicht worden, einer Art öffentlichen Zwischenablage. Er ist versehen mit der Frage, ob der Schlüssel tatsächlich echt sei und der Aufforderung ihn auf weitere Server zu spiegeln. Intel hat inzwischen die Gültigkeit bestätigt. Ein Intel-Sprecher hat erklärt, wer den Schlüssel veröffentlicht habe und wie er extrahiert wurde, sei noch unklar.

Interessant ist der Hauptschlüssel eher für unseriöse Gerätehersteller, die sich die Lizenzgebühren sparen wollen oder solche, die unzulässige Funktionen in ihre Produkte einbauen möchten. Gegner jeglicher Kopierschutzlösungen bejubeln die Veröffentlichung des Schlüssels jedenfalls als "großen Sieg für die Freiheit".

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