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Intel bereitet nächsten Prozessor-Sprung vor

11.01.2002 | 09:37 Uhr |

Nach der Einführung des Pentium 4 mit 2,2 Gigahertz mit 0,13 Mikron Strukturbreiten Anfang dieser Woche bereitet Intel den nächsten Generationssprung in der Prozessoren-Architektur vor. Das Unternehmen sieht auch für die Zukunft keine Veranlassung, an der Gültigkeit von Moore's Gesetz zu zweifeln. Auf der in München präsentierten Roadmap bis 2010 geht der Halbleiterkonzern somit weiterhin von einem Technologiesprung alle zwei Jahre aus.

Nach der Einführung des Pentium 4 mit 2,2 Gigahertz mit 0,13 Mikron Strukturbreiten Anfang dieser Woche bereitet Intel den nächsten Generationssprung in der Prozessoren-Architektur vor. Das Unternehmen sieht auch für die Zukunft keine Veranlassung, an der Gültigkeit von Moore's Gesetz zu zweifeln. Der Intel-Mitgründer Gordon Moore hatte 1971 vorhergesagt, dass sich die Anzahl von Transistoren auf einer gleichbleibend großen Scheibe Silizium alle zwei Jahre verdoppeln werde. Auf der in München präsentierten Roadmap bis 2010 geht der Halbleiterkonzern somit weiterhin von einem Technologiesprung alle zwei Jahre aus.

Bereits für 2003 ist der Übergang zu Prozessoren mit Strukturbreiten von 90 Nanometer (0,09 Mikron) mit Gatelängen von 45 Nanometer geplant. Bis 2010 erwartet sich das Unternehmen Prozessoren mit 30 Nanometern Strukturbreite (0,03 Mikron) und einer Gatelänge von 15 Nanometer. Mit kleineren Baugrößen werden immer schnellere Chips möglich, die weniger Energie benötigen. Gleichzeitig steigt die Anzahl von Chips pro Wafer.

"Wir sind zuversichtlich, diese Roadmap einhalten zu können", erklärte Josh Walden, Plantmanager von Intels Fab24 in Dublin. "Allerdings sind neue Technologien notwendig."

Das die stete Weiterentwicklung nicht umsonst zu haben ist, ist Intel sehr wohl bewusst. So betrugen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im letzten Jahr stolze 3,9 Milliarden Dollar.

Für die Zukunft gibt sich das Unternehmen zuversichtlich: "Wir vertrauen darauf, dass ein Aufschwung kommt", betont Steve Jase, Intel Chef für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. "Der Bedarf an Silizium steigt weiter." Allerdings gibt auch Jase zu, dass das Wachstum im Markt sehr gering ist.

Jase ist davon überzeugt, dass der 2,5-Gigahertz-Prozessor noch in diesem Jahr auf den Markt kommt. Das Unternehmen setzt vor allem auf die stetig steigenden Software-Anforderungen: Derart rechenintensive Anwendungen könnten beispielsweise in der Sprach- oder Gestenerkennung durch den PC liegen.

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