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Intel baut Forschungslabor in Deutschland um

12.10.2005 | 17:02 Uhr |

Wenn vom Umbau von vorhandenen Unternehmenseinrichtungen die Rede ist, dann denkt man in Zeiten wie den unseren sofort an Stellenabbau. Intel will es aber anders machen, die Braunschweiger Niederlassung bekommt einen neuen Fokus und neue Mitarbeiter.

Der Chipgigant Intel will den Schwerpunkt seines Braunschweiger Forschungslabors künftig anders gewichten. Statt wie bisher besonders auf dem Gebiet der optischen Nachrichtentechnik zu forschen, sollen sich die Experten in Braunschweig künftig vornehmlich mit Multicore-Prozessoren befassen.

Der Umbau soll allerdings nicht mit einem Arbeitsplatzumbau verbunden sein. Ganz im Gegenteil will Intel nach eigenen Angaben 50 zusätzliche Forscher für das künftige "German Microprocessor Lab" einstellen.

Derzeit beschäftigen sich in Braunschweig rund 100 Intel-Angestellte mit der Entwicklung von Chips für optische Netzwerke. In Zukunft soll es in der niedersächsischen Stadt aber um Multicore-Prozessoren mit Hunderten von Kernen gehen – und zwar um die Forschung dazu, nicht um deren Produktion. Die Braunschweiger sollen dabei mit Intel-Experten in Israel und in den USA ihre Erfahrungen austauschen.

Die Umstellung soll schon in den nächsten Wochen über die Bühne gehen. Ganz wird die Arbeit an den optischen Netzwerken aber nicht eingestellt, einige Forscher sollen in Braunschweig auf diesen Sektor weiter arbeiten.

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