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Intel Xeon E7-8890 v4 mit 24 Kernen für Server vorgestellt

06.06.2016 | 12:04 Uhr |

Intel hat am Montag mit dem Xeon E7-8890 v4 eine neue 24-Kern-CPU für High-Performance-Computer vorgestellt.

Intel dreht weiter an der Leistungsschraube für Server-CPU. Das Unternehmen hat am Montag mit dem Xeon E7-8890 v4 eine neue Server-CPU mit 24 Kernen angekündigt. Erst vor einer Woche hatte Intel mit der Intel Core i7 6950X seine erste 10-Kern-CPU der Broadwall-E-Familie für Gaming-PCs vorgestellt. Der 24-Kerner ist für den Einsatz in High-Performance-Computern mit vier, acht  oder gar mehr CPU-Steckplätzen gedacht.

Der Xeon E7-8890 v4 ist eine der insgesamt sieben neuen CPUs der Xeon E7-8880 v4 Familie, die Intel nun mit vier bis 24 Kernen vorgestellt hat. Sie lösen die CPUs der Xeon E7 v3 Familie ab, die Intel im vergangenen Jahr mit bis zu 18 Kernen vorgestellt hatte. Noch leistungsfähiger als die neuen Xeon E7 CPUs sind derzeit nur die Intel Xeon Phi CPUs, die Intel für den Einsatz in Supercomputern fertigt.

Die neuen Xeon-CPUs basieren auf der Broadwell-Architektur und verwenden den gleichen Sockel wie die Xeon-E7-v3-CPUs. Die 24 Kerne des Xeon E7-8890 v4 sind mit jeweils 2,2 Gigahertz getaktet. Hinzu kommen 60 Megabyte Cache der 165-Watt-CPU. Die anderen neuen Xeon-Prozessoren sind mit zwischen 2,1 Gigahertz und 3,2 Gigahertz getaktet und besitzen zwischen 45 Megabyte und 60 Megabyte Cache. Damit können also Server gebaut werden, die beispielsweise über 8-CPU-Steckplätze mit 192 Rechenkernen angetrieben werden und bis zu 24 Terabyte Speicher unterstützen. Billig sind die freilich nicht. Ein 192-Kern-System mit 2 Terabyte RAM und zwei Festplatten, so rechnet Intel vor, kostet etwa 165.000 US-Dollar (etwa 145.000 Euro). Passende Server-Systeme wollen beispielsweise Lenovo und Dell anbieten. SGI und Fujitsu wollen sogar Systeme mit bis zu 32 CPU-Steckplätzen anbieten, hier würden also sogar bis zu 768 CPU-Kerne unterstützt.

Die Xeon-E7-CPUs kommen unter anderem in Server-Systemen zum Einsatz, die Banken, Finanzdienstleister, Organisationen oder andere Industriezweige einsetzen. Banken nutzen die leistungsstarken CPUs beispielsweise für die Echtzeit-Erkennung von Betrugsattacken und zur Analyse von Transaktionen. Big Data spielt bei Unternehmen eine immer größere Rolle. Die Analyse der angehäuften großen Datenmengen wird durch den Einsatz der immer leistungsfähigeren CPUs erleichtert. Auch im Bereich Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) werden immer schnellere CPUs benötigt.

Zusätzlich hat Intel auch zwei neue Xeon E7-4800-v4-CPUs mit acht und 16 Kernen und 20 Megabyte und 40 Megabyte Cache vorgestellt. Diese sind günstiger und besitzen eine niedrigere interne Bandbreite. Sie sind für den Einsatz in günstigeren High-Performance-Rechnern gedacht.

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