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Intel: Schnelle Coppermines nicht lieferbar

Mehr als zwei Wochen ist es schon her, daß Intel seinen neue

Mehr als zwei Wochen ist es schon her, daß Intel seinen neuen Pentium III - Codename Coppermine - angekündigt hat. Trotzdem ist der High-End-Prozessor in den Geschäften kaum zu finden. Wie der US-Dienst CNet berichtet, haben fast alle großen PC-Hersteller und Händler bestätigt, daß es bei den 700- und 733-MHz-Versionen Lieferprobleme gibt. Vor allem kleinere Händler müssen sich darauf einstellen, daß sie vor Anfang nächsten Jahres keine Pentium-III-CPUs mit 700 MHz oder 733 MHz erhalten werden. Für diese Prozessoren machen sie schon keine Werbung mehr.

Lieferengpässe sind eigentlich untypisch für Intel. Bislang kündigte der Chip-Hersteller seine CPUs erst an, wenn die Lager voll damit waren. Häufig wurden die mit den neuen Prozessoren bestückten Systeme zeitgleich mit den CPUs selbst vorgestellt.

Laut Intel ist es normal, daß es bei hoher Nachfrage gelegentlich zu Engpässen kommen kann. Diese Probleme würden aber bald der Vergangenheit angekören, weil man ab Januar auch in Israel CPUs in 0,18-Mikron-Technik fertigen werde. Für das zweite Quartal soll eine weitere Fabrik hinzukommen.

Analysten halten die Lieferprobleme jedoch nicht für so harmlos. Es sei absehbar, daß der Coppermine mit 700 und 733 MHz nicht vor Ende des Jahres in großen Stückzahlen verfügbar sei. Wenn Intel am kommenden Montag seinen neuen 820-Chipsaz für den Pentium III und Rambus-DRAM vorstellen wird, sei nicht zu erwarten, daß dann auch gleich die entsprechend ausgestatteten Rechner auf den Markt kommen. Händler, die ihre Systeme selbst zusammenbauen, befürchten sogar, daß es noch Monate dauern wird, bis die schnellen PIII-Chips erhältlich sind. Mit den Lieferverzögerungen streue Intel Salz in die Wunden, die der Branche durch die Probleme mit dem 820-Chipsatz zugefügt wurden.

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