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Handy-CPUs sollen das Geschäft ankurbeln

10.04.2008 | 13:38 Uhr |

Intel verspricht sich von der Rückkehr zum Bau von Handy-Prozessoren gute Geschäfte. Analysten zweifeln am Erfolg.

Da Computer und Telefon immer stärker verschmelzen, würden Prozessoren seines Unternehmens verstärkt in hochpreisigen, internetfähigen Mobilfunkgeräten zum Einsatz kommen, sagte Intel-Chef Paul Otellini im Gespräch mit der "Financial Times". Bislang spielt der weltgrößte Halbleiterkonzern bei Handyprozessoren keine Rolle. Das werde sich aber ändern, sagte Otellini.

Intel hatte auf der CeBIT in Hannover eine neue Prozessorengeneration für mobile Internet-Geräte mit Namen "Atom" angekündigt. Vor zwei Jahren hatte es noch so ausgesehen, als würde Intel sein Interesse am Mobilfunksektor verlieren. Damals verkaufte der US-Konzern sein Geschäft mit Handychips. Angesichts des gewaltigen Handymarkts mit Stückzahlen weit höher als bei Computern erfolgt nun jedoch der Wiedereintritt.

Branchenkenner zweifeln am Erfolg
Zudem verschwimmen laut Otellini die Grenzen zwischen den Geräten. "Laptops werden kleiner, Telefone werden klüger. Da fällt es schwer zu sagen, was ein Laptop ist und was ein Telefon", sagte Otellini. "Man muss sich heutzutage nur das iPhone ansehen, um zu erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt. In zehn Jahren wird jedes Telefon wie ein iPhone sein." Intels Zielgruppe beschränke sich derzeit aber auf die oberen zehn bis 20 Prozent der Handys, bei denen es sehr um Internetfähigkeit geht, konkretisierte der Konzernchef.

Bislang war Intel im Mobilfunkgeschäft jedoch wenig erfolgreich. Hier beherrscht die britische Designfirma ARM den Prozessormarkt mit einem Anteil laut "Financial Times" von 98 Prozent. Entsprechend geringe Chancen räumen Branchenkenner Intels Offensive deshalb ein, zumal ARM von seinen Chips sagt, dass sie deutlich weniger Strom verbrauchen als die Intel-Pendants. Bei Handys ist dies angesichts der geringen Akkuleistungen ein schlagendes Kriterium. (dpa/tc)

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