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"Halten bei USB 3.0 nichts zurück"

16.06.2008 | 11:35 Uhr |

Der Chipriese Intel hat die Vorwürfe, man würde Details zur USB-3.0-Spezifikation zurückhalten, von sich gewiesen.

In einem Blog bezieht Intel-Sprecher Nick Knupffer Stellung und hält vor allem fest, dass es sich bei der USB-3.0-Spezifikation nicht um eine Intel-Entwicklung handelt. AMD und Nvidia haben US-Medienberichten zufolge dem Halbleiterhersteller vorgeworfen , dass man von Intel nicht mit technischen Details zu USB 3.0 versorgt würde. "Intel kann und wird den USB-3.0-Standard nicht vor irgendjemanden zurückhalten. Für Intel wäre das auch schlichtweg unmöglich, denn der Standard wird von der USB Promoter Group verwaltet und weitergegeben", bestätigt ein Sprecher von Intel Deutschland .

Der USB-3.0-Standard wird von der USB Promoter Group vorangetrieben. "Intel ist hier ein wesentlicher Mitwirkender, aber der eigentliche Standard ist offen für alle Mitglieder", so Knupffer. Sowohl Nvidia als auch AMD sind ebenfalls Mitglieder der USB Promoter Group. Wichtig sei zudem eine Unterscheidung zwischen den USB-3.0-Spezifikationen und dem Host-Controller zu treffen. Während die Spezifikationen von USB 3.0 in den Händen der USB Promotor Group liege, investierte Intel große Summen in die Entwicklung des Host-Controllers. Dadurch möchte Intel die neue USB-Schnittstelle schneller auf den Markt bringen. Diese Spezifikationen wären eine Art "Dummy-Anleitung" zur Herstellung USB-3.0-kompatibler Chips. Intel werde diese Anleitung Anfang des zweiten Halbjahres 2008 kostenlos für jedes Unternehmen am Markt verfügbar machen, schreibt Knupffer.

"Nach der Entwicklung des Standards ist die Implementierung in Hardware (Silizium) ein weiterer notwendiger Schritt bis zum USB-3.0-Stecker im PC. Intel hat diesen Schritt für USB 1.1 und 2.0 traditionell für die Industrie übernommen und viel Aufwand betrieben. Um den PC-Markt anzukurbeln hat Intel sodann die Anleitung, wie man USB implementieren kann, kostenlos an andere Firmen weitergegeben", erläutert der Intel-Sprecher. Prinzipiell stehe es jedem Mitgliedsunternehmen frei, eine eigene Implementierung des Standards auszuarbeiten. Ist eine Firma nicht bereit, Arbeit und Budget hierfür zu investieren, müsse sie eben warten, bis das erste Mitglied eine Implementierung ausgearbeitet hat, führt der Intel-Sprecher aus.

Man halte also gar nichts zurück, schreibt Knupffer. Die Spezifikationen seien noch nicht fertig. Eine Veröffentlichung unfertiger technischer Angaben könnte zu inkompatibler Hardware führen. Daher werde Intel nur dann Informationen öffentlich machen, wenn die Technologie für eine Nutzung genügend ausgereift ist. "Die Ungeduld unserer Mitbewerber ist jedenfalls sehr ermutigend und ein Zeichen dafür, dass USB 3.0 schnell umgesetzt werden wird", freut sich Knupffer. (pte/jp)

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