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Intel-Forscher: Moores Gesetz in wenigen Jahren ausgereizt

03.12.2003 | 16:01 Uhr |

Moores Gesetz, nach dem sich die Packdichte der Transistoren auf einem Mikroprozessor - und damit die Leistung gemessen in MIPS - alle 18 Monate verdoppelt, ist voraussichtlich 2013, spätestens jedoch 2018 ausgereizt, sagen Forscher von Intel.

Moores Gesetz, nach dem sich die Packdichte der Transistoren auf einem Mikroprozessor - und damit die Leistung gemessen in MIPS - alle 18 Monate verdoppelt, ist voraussichtlich 2013, spätestens jedoch 2018 ausgereizt, sagen Forscher von Intel. Bis dahin wollen sie Chips im 16-Nanometer-Verfahren fertigen, berichtet unsere Schwesterpublikation " Computerwoche ". Zur Zeit produziert Intel im 130-Nanometer-Prozess, ab Ende des Jahres sollen die neuen Prozessoren "Prescott" und "Dothan" im 90-Nanometer-Verfahren hergestellt werden.

Nach der 16-Nanometer-Fertigung seien eventuell noch zwei Entwicklungsschritte möglich, danach sei endgültig Schluss, sagte Paolo Gargini, Director oft Technology Strategy bei Intel , der gemeinsam mit anderen Technikern bei der IEEE (Electrical and Electronics Engineers) das Papier "Limits to Binary Logic Switch Scaling - A Gedanken Model" veröffentlichte.

Der Grund liege im Aufbau der Transistoren, die aus Zuleitung (Source), Ableitung (Drain) und einer Schaltung (Gate) bestehen, über die sich der Elektronenfluss zwischen den Leitungen steuern lässt. Sinkt die Gate-Länge unter fünf Nanometer (fünf milliardstel Meter) lassen sich die Elektronen nicht mehr bremsen. Sie fließen von der Zuleitung in die Ableitung, auch wenn das Gate auf "aus" geschaltet ist. In der Folge kann der Transistor den Schaltungszustand "0" nicht mehr abbilden und gibt nur noch "1" aus.

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