140420

Intel: Dual-Core-CPUs im zweiten Quartal

Neben AMD setzt nun auch Intel auf Chips mit mehreren Prozessor-Kernen. Im zweiten Quartal sollen mit dem Intel Pentium Extreme Edition und dem Pentium D die ersten so genannten Dual-Core-Chips für Personal Computer auf den Markt kommen.

Mit neuen Prozessor-Technologien will der weltgrößte Chiphersteller Intel erneut seine Marktführerschaft untermauern. Schon im Jahr 2006 werden voraussichtlich 70 Prozent aller Intel-Chips für den Einsatz in Personal Computern und Laptops mit mehreren Prozessor-Kernen ausgestattet sein, sagte Intel-Manager Steven Smith am Dienstag (Ortszeit) auf dem Intel Developer Forum in San Francisco. Im zweiten Quartal sollen mit dem Intel Pentium Extreme Edition und dem Pentium D die ersten so genannten Dual-Core-Chips für Personal Computer auf den Markt kommen.

Die so genannten Multi-Core-Prozessoren können mehrere Arbeitsprozesse gleichzeitig erledigen, in dem die einzelnen Rechenaufgaben auf die verschiedenen Kerne verteilt werden. Damit sollen die Chips neben dem Einsatz in Unternehmen vor allem auch in der digitalen Unterhaltung oder für Multimedia-Anwendungen deutlich schneller als herkömmliche Chips sein. Leistungsintensive Aufgaben wie das Herunterladen großer Dateien, die Verschlüsselung von Daten oder das Scannen des Rechners nach möglichem Virenbefall können dabei für den Anwender kaum merklich im Hintergrund laufen. Was die neue Technik wirklich bringt, lesen Sie hier .

Mit der Markteinführung im zweiten Quartal will der Chipgigant seinen Wettbewerbern zuvorkommen. Intels kleiner Konkurrent AMD plant, seine ersten Dual-Core-Chips - zunächst für den Einsatz in Unternehmensservern - Mitte des Jahres auszuliefern.

Intel hat nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2000 mehr als 35 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung investiert. Technologische Innovationen seien heute wichtiger denn je, sagte Noch-Intel-Chef Craig Barrett, der im Mai in den Ruhestand treten wird. Auch der Erfolg von Unternehmen hänge zunehmend davon ab. "Mit Technologie aus dem vergangenen Jahr hat auch das beste Geschäftsmodell keinen Erfolg."

Mit den neuen Technologien wie der bereits genutzten virtuellen Verdoppelung von Prozessor-Kernen (Hyperthreading) und den neuen Multi-Core-Chips könne Intel heute das Moore'sche Gesetz weiter befolgen. Nach dem von dem Intel-Mitgründer Gordon Moore vor rund 40 Jahren aufgestellten Grundsatz verdoppelt sich die Leistung eines Prozessors alle anderthalb bis zwei Jahre.

Um das ganze Potenzial der neuen technologischen Möglichkeiten zu nutzen, werde Intel auch weiterhin mit Kunden und Industrie-Partnern eng zusammen arbeiten, sagte Barrett. Angespornt von dem Erfolg der Centrino-Plattform für den mobilen Einsatz in Laptops werde Intel künftig verstärkt komplette Plattformen für die jeweiligen Einsatzgebiete entwickeln. Darin sollen je nach Nutzung speziell zusammengestellte Prozessoren, Chip-Sätze, entsprechende Software und Kommunikationslösungen aufeinander abgestimmt integriert sein.

Intel stürmt die Topliste: Pentium 4 6xx-Reihe im PC-WELT-Test (PC-WELT Online, 01.03.2005)

AMD will Dual-Core-CPUs bis Ende des Jahres ausliefern (PC-WELT Online, 23.02.2005)

0 Kommentare zu diesem Artikel
140420