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Intel: CPU-Studie Polaris mit 80 Rechenkernen

18.04.2007 | 10:41 Uhr |

Jede Menge spezialisierte Rechenkerne, vereint in einer CPU - so könnten Prozessoren der nächsten Dekade aussehen. Mit seiner Technikstudie Polaris zeigt Intel einen lauffähigen 80-Kern-Prozessor mit einer Rechenleistung von gigantischen 2 Trillionen Operationen pro Sekunde.

Einen lauffähigen Superchip mit 80 Rechenkernen, die eine Rechenleistung von 2.000.000.000.000.000.000 Fließkomma-Operationen pro Sekunde (Teraflop/s) erreichen, hat Intel auf seiner Entwicklermesse in Peking vorgeführt. In den Teraflop-Bereich dringen eigentlich nur Supercomputer vor, die Millionensummen kosten. Den offiziellen Weltrekord innerhalb der Top-500-Liste der Supercomputer hält derzeit das Bluegene/L-System von IBM mit 280,6 Teraflops pro Sekunde. Allerdings werkeln im Bluegene/L-Supercomputer 131.072 Prozessoren, die auf insgesamt 32.768 GB Speicher zugreifen dürfen.

Allerdings ist Polaris nur ein Prozessor mit 80 Rechenkernen, die lediglich aus einer Gleitkomma-Einheit bestehen, die mit einfacher Genauigkeit arbeitet. Ein herkömmliches Betriebssystem wie etwa Linux würde auf dem Polaris also nicht laufen. Intel hat aber aufgezeigt, wie die so genannten Many-Core-Prozessoren in etwa 10 Jahren als marktreife Produkte arbeiten könnten:

In einer Live-Demonstration analysierte Polaris ein Fußballspiel. Dabei kümmert sich ein Großteil der Rechenkerne um die Spielererkennung. Andere Teilbereiche beobachten den Ball, encodieren das Videosignal, analysieren die Tonspur und liefern gleichzeitig eine Wiederholung interessanter Spielszenen. Die restlichen Rechenkerne kümmern sich um Hintergrund-Aufgaben wie etwa den Schutz vor Virenbefall.

Intel: brandneue Penryn-CPU im Detail (PC-WELT Online, 17.04.2007)

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