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Intel-Bug verzögert Billig-Chip

Intels Billig-CPU "Timna" soll erst im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Der Chip mit integrierter Grafik, der in den vergangenen Wochen durch einen Fehler im Memory Translation Hub (MTH) von sich reden machte, sollte ursprünglich im Sommer ausgeliefert werden. Jetzt hat Intel die Markteinführung auf das erste Quartal 2001 verschoben.

Intels Billig-CPU "Timna" soll erst im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Der Chip mit integrierter Grafik, der in den vergangenen Wochen durch einen Fehler im Memory Translation Hub (MTH) von sich reden machte, sollte ursprünglich im Sommer ausgeliefert werden. Jetzt hat Intel die Markteinführung auf das erste Quartal 2001 verschoben.

Timna basiert auf einem Celeron-Kern mit 2 x 16 KB L1- und 128 KB L2-Cache sowie einem 3D-Grafik-Controller. Da als Speicher ursprünglich RDRAM vorgesehen war, dieser aber für einen für Billig-PCs konzipierten Prozessor zu teuer ist, lieferte Intel Anfang des Jahres einen externen Zusatzchip, den MTH, aus. Mit dessen Hilfe lässt sich von Rambus auf PC-100-SDRAM übersetzen.

Allerdings stellte sich im Mai heraus, dass der MTH-Baustein instabil ist, was zu Systemabstürzen führen kann. Der MTH wird nämlich auch in Hauptplatinen eingesetzt, die auf dem 820er Chipsatz basieren, um diese auch für SDRAM-Speicherriegel tauglich zu machen. Intel kann den Fehler offenbar nicht durch ein Bugfix beheben und muss den MTH daher komplett überarbeiten. Aus diesem Grund wird es in diesem Jahr mit dem Timna nichts mehr. (PC-WELT, 06.06.2000, sp)

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