789689

Gratis-Tool schlägt bei Sandy-Bridge-Bug Alarm

04.02.2011 | 15:30 Uhr |

Der Hersteller Gigabyte bietet nun ein Gratis-Tool an, mit der Anwender die SATA-Port-Belegung bei Sandy-Bridge-Mainboards überprüfen können.

Der neue Sandy-Bridge-Chipsatz von Intel, die „Intel 6 Series Express“ für Sandy Bridge und Intel Xean C200, haben einen Fehler am SATA-II-Controller , der bei Intel für einen großen und kostspieligen Rückruf sorgt.Der Mainboard- und Grafikkarten-Hersteller Gigabyte hat nun ein Gratis-Tool veröffentlicht, das Anwender dazu verwenden können, um die SATA-Port-Belegung bei ihrem Sandy-Bridge-Mainboard zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern.

Gigabyte weist darauf hin, dass die meisten Nutzer von dem Fehler betroffen sind, wenn sie nur ein oder zwei SATA-Geräte nutzen, da die Geräte über die abwärskompatiblen SATA-3.0-Anschlüsse betrieben werden können. Gigabyte rät: " Wenn drei oder mehr SATA-Geräte genutzt werden, sollten die Geräte priorisiert werden. Wichtige Geräte (z.B. Festplatte mit Betriebssystem) sollten auf den SATA-3.0-Ports (weiß) betrieben werden. Nicht so wichtige Geräte (z.B. DVD-ROM) sollten dann an die Intel SATA-2.0-Ports angeschlossen werden."

Um den Anwendern bei der Optimierung der SATA-Leistung der Mainboards der 6er-Serie zu helfen, hat Gigabyte ein Gratis-Tool veröffentlicht, das den Namen Gigabyte 6 Series SATA Check trägt. Mit dem Tool kann jeder Anwender überprüfen, ob die SATA-Ports vom Intel-Bug betroffen sind. Die Betonung liegt bei "möglicherweise", denn die Software kann nicht analysieren, ob das genutzte Mainboard wirklich einen Fehler aufweist, der in einem Zeitraum von drei Jahren bei maximal fünf Prozent der Chipsätze auftreten könnte, wie Intel mitteilt.

Vielmehr soll das Gratis-Tool dabei helfen, die Mainboard-Ports optimal zu belegen, um den SATA-2.0-Fehler zu vermeiden. Werden die SATA-2.0-Anschlüsse genutzt, dann rät die Software dazu, auf die freien SATA-3.0-Anschlüsse zu wechseln. Das Tool funktioniert laut Angaben von Gigabyte auf allen Mainboards mit Chipsätzen der 6er-Serie von Intel und gibt drei verschiedene Szenarien für die Einstellung der SATA-Ports aus:

* Szenario 1: Sind keine Geräte an die SATA-2.0-Ports angeschlossen teilt das Tool folgendes mit: "SATA configuration (is) OK”.

* Szenario 2: Sind alle Geräte mit Intels SATA-2.0-Ports verbunden, dann empfiehlt die Software, ein oder zwei Geräte von den SATA-2.0- auf die SATA-3.0-Anschlüsse umzustecken. Der Hinweis des Tools lautet in diesen Fällen: “(Please) move 1 or 2 devices from (the) Intel PCH SATA 2.0 ports to the free SATA 3.0 ports"

* Szenario 3: Geräte sind sowohl mit Intels SATA-2.0- als auch den SATA-3.0-Ports verbunden. Das Tool weist in diesem Fall darauf hin, dass nicht empfohlen wird, die SATA-2.0-Anschlüsse zu nutzen. Das Tool meldet in diesem Fall: "Use of (the) Intel PCH SATA 2.0 ports is not recommended”

Download: Gigabyte 6 Series SATA Check

0 Kommentare zu diesem Artikel
789689