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Intel: 15 Gigahertz sind bis 2010 möglich

23.10.2002 | 10:32 Uhr |

Der Temporausch im Prozessor-Bereich geht munter weiter. Auf dem Intel Developer Forum in Tokio stellte Pat Gelsinger, CTO bei Intel, Desktop-CPUs in Aussicht, die im Jahr 2010 mit einer Geschwindigkeit von 15 Gigahertz arbeiten werden. Auch die Prozessoren für mobile Geräte wie PDAs sollen bis dahin in mittlere einstellige Gigahertzdimensionen vordringen.

Der Temporausch im Prozessor-Bereich geht munter weiter. Auf dem Intel Developer Forum stellte Pat Gelsinger, CTO bei Intel , Desktop-CPUs in Aussicht, die im Jahr 2010 mit einer Geschwindigkeit von 15 Gigahertz arbeiten werden. Auch die Prozessoren für mobile Geräte wie PDAs sollen bis dahin mit fünf Gigahertz arbeiten.

Die Desktop-CPU mit 15 Gigahertz soll laut Gelsinger mit einer Milliarde Transistoren ausgestattet sein. Der Prozessor wäre somit fünf Mal schneller als der in Kürze erscheinende Pentium 4 mit drei Gigahertz.

Gelsinger ging jedoch nicht darauf ein, ob diese Geschwindigkeiten mit der aktuellen Pentium-4-Architektur erreicht werden können, oder ob hierfür eine Neuentwicklung nötig sei. Wie Intel vor einiger Zeit bekannt gab, könnte der aktuelle Pentium 4 mit Taktraten von bis zu 10 Gigahertz zurecht kommen.

"Wir sind noch nicht ins Detail gegangen", erklärte Gelsinger auf einer Pressekonferenz nach seiner Rede. Allerdings würde eine derartig komplexe Architektur wie die des Pentium 4 "typischerweise fünf bis acht Jahre genutzt, bevor eine neue Architektur eingeführt wird."

Für den Bereich der mobilen Prozessoren wie zum Beispiel PDAs sieht Gelsinger ebenfalls Spielraum. So sollen die Taktraten von aktuell rund 400 Megahertz bis 2010 auf bis zu fünf Gigahertz steigen. Im Desktop-Bereich sollen diese Werte bereits in vier bis fünf Jahren erreicht werden. Die zeitliche Verzögerung ergibt sich aus den besonderen Anforderungen, die an CPUs für mobile oder kabellose Geräte gestellt werden.

"Heutige Desktops verbrauchen etwa 75 bis 100 Watt Strom, betrachtet man Handhelds, arbeitet man typischerweise mit weniger als einem Watt", so Gelsinger. "Offensichtlich muss das Design für verschiedene Kriterien optimiert werden." Gelsinger zufolge sei es heutzutage kein Problem, einen XScale-Prozessor mit zwei oder drei Gigahertz herzustellen. Allerdings würde dieser nicht den Strom- und Performance-Anforderungen eines mobilen Gerätes entsprechen.

Zum Vergleich: Im Jahr 1994 liefen Pentium-Prozessoren mit zirka 75 Megahertz. Bis heute (2,4 Gigahertz) stieg die Taktrate somit um das 32fache.

Intel überdenkt Preispolitik bei seinen Prozessoren (PC-WELT Online, 21.10.2002)

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