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Malware-Angriffe auf IM-Netze mit Rekordzuwachs

02.05.2008 | 15:10 Uhr |

Im April haben Angriffe in IM-Netzen mit neu entdeckter Malware um etwa 160 Prozent zugenommen. Dieser Anstieg fällt mit dem Trend zum vermehrten Einsatz von Instant Messaging in der Unternehmenskommunikation zusammen.

Für den Monat April meldet das auf Instant Messaging spezialisierte Sicherheitsunternehmen Akronix eine Zunahme der Malware-Angriffe um 162 Prozent. Dessen Sicherheitsforscher haben im letzten Monat 21 neue Angriffe mit schädlichem Code beobachtet. Auch in P2P-Netzwerken wie Kazaa und eDonkey haben die Malware-Angriffe laut Akronix leicht zugenommen, immerhin um 13 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Die meisten neu entdeckten Schädlinge entfallen nach Angabe von Akronix auf die Familien IRCBot und Tiotua mit jeweils drei neuen Varianten. Zu den neu entdeckten Schädlingen gehören ferner IM-Würmer wie ArcServe, IMspread und QVOD. Ihre Verbreitung ist allerdings vergleichsweise gering.

Nach Ansicht von Akronix-Vizepräsident Don Montgomery zielen diese Angriffe vor allem auf Anwender in Unternehmen. Im Bereich der Unternehmenskommunikation nimmt die Bedeutung von Instant Messaging in diesem Jahr zu, meint Montgomery. Dabei sollten sich die IT-Verantwortlichen jedoch der damit verbundenen Risiken bewusst sein und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen. Jeder neue Kommunikationskanal stelle auch einen weiteren potenziellen Angriffsvektor dar.

Bereits für das Jahr 2007 waren zunehmende Malware-Attacken auf die IM-Kommunikation prognostiziert worden. Diese Vorhersage hatte sich zwar nicht als zutreffend erwiesen, scheint sich jedoch mit einem Jahr Verspätung doch noch zu bestätigen. Offenbar vollzieht sich auch die Nutzung von Instant Messaging im geschäftlichen Umfeld später und langsamer als zunächst angenommen.

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