21.12.2012, 17:04

Denise Bergert

Foto-Community

Instagram korrigiert AGBs aufgrund von negativer Nutzer-Kritik

©Instagram

Instagram reagiert auf die Protestwelle seiner Nutzer auf die geplanten Änderungen in den AGBs. Die umstrittenen Formulierungen zur Verwendung der Mitglieder-Fotos für Werbe-Zwecke wurden gestrichen.
Anfang der Woche kündigte die Foto-Community Instagram Änderungen für seine Nutzungsbedingungen und die Datenschutzbestimmungen an. Das Vorhaben löste unter den Mitgliedern eine Protestwelle aus, die heute zur Streichung der geplanten neuen Passagen führte.

Viele Nutzer lasen aus den Änderungen heraus, dass Instagram ihre Fotos weiterverkaufen und für Werbe-Zwecke nutzen wolle, ohne den Rechteinhabern dafür eine Lizenzgebühr zu zahlen. Im Rahmen der Protestwelle riefen zahlreiche prominente Mitglieder zum Boykott auf und drohten mit der Löschung ihrer Accounts. Sämtliche Erklärungsversuche von Instagram-Mitbegründer Kevin Systrom, der den Weiterverkauf der Fotos abstritt, schlugen fehl und konnten nicht dazu beitragen, die aufgebrachte Community zu beschwichtigen.
Im offiziellen Instagram-Blog rudert das Unternehmen heute schließlich zurück und kündigte an, die umstrittenen Textpassagen in den AGBs wieder streichen zu wollen. Systrom betonte dabei erneut, dass Instagram keine Foto-Agentur-Ambitionen habe und die Fotos seiner Nutzer nicht verkaufen werde. Genehmigungen für noch nicht entwickelte Werbedienste wolle man vorerst nicht einholen. Entsprechende Pläne wolle das Unternehmen erst vollständig durchdenken und erst dann Vorschläge an seine Mitglieder unterbreiten.
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