19.01.2012, 09:45

Benjamin Schischka

Insolvenzantrag

Kodak ist pleite

Auf der CES 2012 gezeigt: KODAK EASYSHARE Camera / M21 ©Kodak

Über 100 Jahre Firmengeschichte stehen vor dem Aus. Die Zukunft des Kamera-Pioniers Kodak ist nach dem Insolvenzantrag ungewiss.
Der Foto-Pionier Kodak ist pleite. 1888 hatte das US-Unternehmen seine erste industriell gefertigte Kamera hergestellt und war lange Zeit eines der führenden Unternehmen weltweit. Eastman Kodak – so der volle Konzernname – hat jedoch die Digitalisierung in der Kamera-Industrie verschlafen. Von den sinkenden Verkaufs- und Entwicklungszahlen der analogen Filme hat sich der US-Konzern nie ganz erholt und musste schon bald Personal entlassen und Labore schließen. Der Begriff „Kodak“ ist ein Fantasiename, der weltweit leicht auszusprechen sein sollte – aufgrund seiner weltweiten Standorte hat Kodak aber nun mit hohen Fixkosten zu kämpfen.
Laut Reuters habe die Citigroup dem strauchelnden Riesen einen Kredit über 950 Millionen Dollar eingeräumt. Damit will Kodak den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten, solange der Gläubigerschutz läuft. Man rechne mit dem Ende des Verfahrens im Jahr 2013. Tochterunternehmen außerhalb der USA sind übrigens nicht von der Pleite betroffen.
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